Mit dem Panda in die Ferien? Ab in die WWF-Natur-Erlebnis-Camps!

Katharina Looks

Rein ins Abenteuer!
© Peter Jelinek/ WWF Deutschland

Im Kanu wilde Seenlandschaften erkunden, am Lagerfeuer schmausen, sich mit Freunden auf die Lauer legen und wilde Tiere erspähen, Berge erklimmen und Wälder durchstreifen – träumt davon nicht jedes Kind?

Hier lernen die Kinder gemeinsam, wie man mit der Natur und ihren Bewohnern verantwortungsbewusst umgeht, wie man von ihnen lernen und sie schützen kann. Auch Spiel, Spaß und Sport dürfen in den Camps nicht zu kurz kommen: In vielen verschiedenen Aktionen bieten sich für die Teilnehmenden Gelegenheiten, ihre Kreativität auszuleben, neugierig zu sein und gemeinsam mit neuen Freunden die Umgebung zu erkunden.

„Viele Kinder blühen in den Camps richtig auf“, so Camp-Leiterin und Organisatorin Nicole Barth. „Kein Wunder: Sie finden neue Freunde mit ähnlichen Interessen, sind den ganzen Tag an der frischen Luft. Es gibt viel Raum für Kreativität und Individualität.“ Auch Nuala, 11, die auf Helgoland im Young-Panda-Camp war, ist ganz begeistert: „Ich möchte am liebsten noch länger hier im Camp bleiben.“ Und Lara, 9, Teilnehmerin des Camps auf Rügen, findet: „Das waren meine allerschönsten Ferien.“

Gemeinsam Zeit in der Natur verbringen – das verbindet
© WWF Deutschland, Peter Jelinek

Die Natur kennen und schätzen lernen

Für die inhaltliche Gestaltung der Camps spielt das Konzept der Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Strategien zum Erhalt der natürlichen Umwelt, die seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil der WWF-Naturschutzprojekte sind, sollen auch hier umgesetzt werden. Ziel ist, die Welt gemeinsam so zu gestalten, dass sie auch für nachfolgende Generationen noch lebenswert ist.

Dieser Leitgedanke wird an die jungen Camp-Teilnehmenden weitergegeben. Sie sollen lernen, nachhaltig zu denken, zu handeln und zu leben, die Natur und ihre Bewohner zu schätzen. „Wir laden die Kinder und Jugendlichen ein, sich ganz neu durch die Umwelt zu bewegen und sie fortan mit anderen Augen zu sehen“, so Nicole Barth. „Denn was man kennt und schätzen gelernt hat, das will man auch schützen.“

Besonders gut versteht man die Natur, wenn man ihr ganz nahe ist und sie genau beobachten kann
© WWF Deutschland, Peter Jelinek

Abwechslungsreiche Camps in ganz Deutschland

Rund 20 Camps deutschlandweit finden in den Sommermonaten statt. Bei der Auswahl der Standorte und Themenschwerpunkte wird in jedem Jahr besonders darauf geachtet, ein abwechslungsreiches und naturnahes Programm zu erstellen. Für jeden kleinen Naturfreund soll etwas dabei sein.

Und so kann man im Camp an der Nordsee durchs schlickige Watt wandern, seine nackten Zehen in den Sand bohren und sich mit Krebsen und Seehunden anfreunden. Ganz im Süden Deutschlands dagegen, im schönen Allgäu, treffen die Camp-Besucher auf bodenständigere Tiere: zum Beispiel auf die Milchkuh. Gemeinsam mit einem Bio-Bauern kann Käse zubereitet werden, aus selbstgesammelten Wildkräutern wird eine feine Suppe gekocht. 

So lässt sich die Liste fortführen: In ganz Deutschland warten verschiedenste Camps auf ihre kleinen Besucher.  

Gemeinsame Entdeckungen machen in den Camps gleich doppelt so viel Spaß
© WWF Deutschland, Klaus Günther

Das methodisch und inhaltlich breit gefächerte Angebot der Natur- und Erlebnis-Camps fördert auch eine Vielzahl von Schlüsselkompetenzen. An konkreten Themen wie z. B. nachhaltiger Fischerei und Waldwirtschaft erkennen und verstehen die Kinder und Jugendlichen globale Zusammenhänge und ihre eigene Rolle als Verbraucher. Das motiviert sie, ihre Lebenswelt nachhaltig mitzugestalten und gleichzeitig als Vorbilder und Botschafter aufzutreten.

Genau so vielfältig wie die Camps selbst sind auch die Teilnehmenden. „Manche Eltern sind erstaunt über die Altersmischung“, so Nicole Barth. Es ist sonst wohl nicht üblich, dass 7- bis 13-Jährige gemeinsam an einem Camp teilnehmen können. Aber die Altersmischung ist hier durchaus gewollt: „Das unterschiedliche Alter der Teilnehmenden ermöglicht vielfältige soziale Erfahrungen wie voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu unterstützen und Verantwortung füreinander zu übernehmen.“

Kanutour und Biber-Burg

Besonders beliebt ist auch in diesem Jahr das Camp „Kanutour und Biber-Burg“ im Müritz-Nationalpark. Besonders kleine Wasserratten kommen hier auf ihre Kosten: Die Feldberger Seenlandschaft bietet jede Menge Gelegenheiten, sich im kühlen Nass zu erfrischen, zu schwimmen und zu planschen. Mit Kanus und einem traditionellen Drachenboot geht es durch Auwälder, Schilfkanäle und über glasklare Seen. Kraniche und Seeadler ziehen ihre Kreise, ein Fischadlerhorst kann beobachtet werden. Mit viel Glück zeigen sich auch einige Biber, die ihrer Holzfällerarbeit nachgehen und einen Damm bauen.

Mit dem Kanu durch die Seenlandschaft – was für ein Erlebnis!
© Peter Jelinek/ WWF Deutschland

In den Pausen zwischen Kanutouren und Expeditionen ins Tierreich spielen, klettern und toben alle um die Wette. Wer Lust hat, probiert sich im Jonglieren oder Töpfern. Und wenn die Nacht doch mal zu kurz war: Im Heu ist immer Platz für ein kleines Nickerchen am Nachmittag.

Camp-Leiterin Sabine, gelernte Erlebnispädagogin und Outdoor-Trainerin, freut sich auch in diesem Jahr ganz besonders auf „ihr“ Camp und darauf, gemeinsam mit den Kindern die Seen zu erobern.

Dabeisein ist alles

Weitere Informationen zu den Camps und das komplette Camp-Programm gibt es online unter young-panda.de/camps. Und falls auch die großen Geschwister auf der Suche nach einem Sommer-Abenteuer sind: Die WWF Jugend veranstaltet spannende Camps in ganz Europa. Online gibt es weitere Infos: wwf-jugend.de

Katharina Looks

Katharina Looks ist Brand Manager und Redakteurin bei scoyo. Ihr Herzensthema ist es, mehr Leichtigkeit in den Familien-Schul-Alltag zu bringen und Impulse für eine entspannte Lernatmosphäre zu setzen.

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