scoyo bietet adaptives Lernen: Einfach immer das richtige üben

Katharina Looks

Bei individuellem Lernen, manchmal auch adaptivem Lernen oder individualisiertes Lernen, handelt es sich um eine Form des personalisierten Lernens, bei dem Kinder durch passende Aufgaben die effektivsten Übungen für ihren Lernstand finden.
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Adaptives Lernen – noch nie gehört? Kein Problem! In diesem Artikel erklären wir, was sich hinter dem Begriff des adaptiven Lernens verbirgt, warum scoyo jetzt adaptiv ist und was das wiederum mit effizientem Lernen für die Schule zu tun hat!

In diesem Artikel

Adaptivität: scoyo passt sich an

Adaptives Lernen? Wenn etwas adaptiv ist, dann heißt das, ganz grob gesagt, es passt sich an. Und genau das können jetzt auch Aufgaben in der scoyo Lernwelt in den Fächern Mathe und Englisch. Wir sprechen hier von “adaptivem Lernen”. Die Übungen passen sich automatisch dem Lernniveau des Kindes an. Individuelles Lernen wird so für jedes Kind möglich.

Alle Übungen zum adaptiven Lernen lassen sich ganz schnell an dem Begriff “adaptiv” erkennen – aber auch an kleinen Monsterchen.
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Adaptives Lernen: Warum ist das jetzt eigentlich so fantastisch?

Adaptives Lernen bzw. adaptive, digitale Lernprogramme sorgen nicht nur dafür, dass Schüler*innen immer das richtige für die Schule lernen, auch die Lernmotivation steigt. Denn der Lernprozess fühlt sich gar nicht mehr danach an. Das ist ähnlich wie bei guten Computer-Spielen, die genau zu unserem Können passt. Wir vergessen alles um uns herum und geraten in einen regelrechten Flow. Dies geschieht, wenn das Spiel nicht zu schwer oder zu leicht ist. Wir sind angenehm herausgefordert und vertrauen in unsere Fähigkeiten, dass wir es nach einigen Versuchen garantiert zum nächsten Level schaffen. Wir probieren es erneut und erneut, üben und üben. Und fast, ohne es zu merken, sind wir in einem Zustand des (stetigen) Lernens. Hinzu kommt, dass wir in einem Spiel das Ziel ganz genau kennen und direktes Feedback auf unser Tun erhalten. Beides zusammen sind positive Antreiber, die unseren Spiel- bzw. Lern-Flow aufrechterhalten. Diese Elemente aus der (digitalen) Spielewelt bereichern das klassische Lernen für die Schule.

Durch die adaptiven Aufgaben in Kombination mit direktem Feedback (richtig oder falsch) schafft es scoyo, Spaß am Lernen zu erzeugen. Auch in der Lernplattform ist das Ziel klar definiert – in diesem Fall: am Ende jeder Aufgabe sollen alle Schüler*Innen dasselbe Wissen verinnerlicht haben. Doch die Startlinie ist nicht bei jedem Kind gleich, der Wissensstand also ein unterschiedlicher. Was dem einen Schüler schon längst bekannt ist und eventuell sogar langweilt, ist für die andere noch neues Wissen und somit eine größere Herausforderung.

Damit beide Schüler*innen Spaß am Lernen haben, passt sich scoyo an dem jeweiligen Wissensstand an. Mit anderen Worten: Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben entspricht dem Können und Wissen des Schülers. Das motiviert nicht nur zum Lernen, so wird der Lernprozess auch effizient gestaltet.

Wie funktioniert Adaptivität bei scoyo?

Damit die Lernplattform weiß (also ganz genau: der Algorithmus), auf welchem Lernniveau sich Ihr Kind beim Üben befindet, werden ihm zu Beginn fünf Fragen gestellt. Anhand der gegebenen Antworten wird das Startniveau der Aufgaben bestimmt. Dann geht es aber erst richtig los! Der Algorithmus muss Ihr Kind noch ein bisschen besser kennen lernen, bis er das richtige Lernniveau ganz genau ermittelt hat. Etwa nach 20 Minuten Spielzeit verfügt das Programm schließlich über genügend Daten und das exakte Lernniveau steht fest. Unser System beobachtet das Spielverhalten jedes Kindes und passt den Schwierigkeitsgrad so laufend an. Wenn wir erkennen, dass noch mehr Nachholbedarf besteht, werden leichtere Aufgaben ausgewählt. Wenn ein Thema schon gut beherrschaft wird, werden gezielt anspruchsvollere Fragen in den Übungen Ihrer Kindern auftauchen. Jetzt wird Ihr Kind beim Lernen nicht mehr über- oder unterfordert. Motivation und Spaß beim Lernen sind garantiert!

Bevor die Einstufungsfragen für das adaptive Lernen beginnen, wird jedes Kind von lustigen Monstern begrüßt.
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Gut zu wissen: Adaptives Lernen in Mathe und Englisch orientiert sich folglich nicht immer an der Klassenstufe Ihres Kindes. Grundlage für die adaptiven Übungen ist immer der aktuelle Wissenstand des Kindes. Somit sind die Aufgaben an einen bestimmten Schwierigkeitsgrad gebunden, der kann einmal unter der aktuellen Klassenstufe liegen, aber natürlich auch darüber. scoyo passt die Fragen für die Kinder laufend an. Wird eine Frage richtig beantwortet, erhält Ihr Kind eine schwierige Frage. War die Antwort falsch, gibt es eine leichtere Frage. Ganz schön großartig, oder?

Sachunterricht: Die Welt besser verstehen

Katharina Looks

Kleine Umweltforscher
© Monstera / Pexels

Unsere Kinder gestalten die Welt von morgen. Sachunterricht unterstützt kleine Entdecker, wichtigen Fragen zu Umwelt, Gesellschaft und Kultur nachzugehen.

Darum geht’s im Sachunterricht

Sachunterricht haben wir doch alle geliebt in der Grundschule, oder? Na klar! Damals wie heute werden hier spannende Fragen gestellt: Wie kann ich meine Gefühle beschreiben? Wie lebt eigentlich eine Erdhummel? Wie verändert sich ein Baum im Laufe des Jahres? Neben den Bereichen Körper, Tiere, Pflanzen, Lebensräume, Gesundheit gehören auch gesellschaftsrelevante Themen wie Klimaschutz und Migration in dieses abwechslungsreiche Fach. Sachunterricht vereint zahlreiche Elemente aus unserer komplexen Lebenswelt in sich. Noch mehr als Deutsch, Mathe und Englisch lädt das Fach Schüler*innen dazu ein, ihre unmittelbare Umgebung, sich selbst und ihren Alltag bewusst wahrzunehmen und die Welt ein Stücken besser zu verstehen.

Die Welt von morgen gestalten

Sachunterricht legt mit seiner Themenvielfalt nicht nur den Grundstein für zahlreiche Fächer in der weiterführenden Schule, wie zum Beispiel Biologie, Geografie oder Physik. In dem Fach steckt ebenfalls eine enorme Aktualität. „Unser Leben hat sich durch die europäische Migrationskrise, den Klimawandel mit seinen Naturkatastrophen, durch Pandemien und den technologischen Fortschritt in den vergangenen Jahren so sehr gewandelt, dass wir Erwachsenen mit unseren althergebrachten Denkweisen und dem Beharren auf alten Lösungen nicht mithalten können“, schreibt Susanne Mierau in ihrem aktuellen Buch „Frei und unverbogen“ (2021, S. 12).

Kurz gesagt: altbekanntes Denken nützt uns nichts. Wir müssen unsere Kinder dabei unterstützen, zu mutigen Persönlichkeiten heranzuwachsen und die Welt, wie wir Erwachsene sie ihnen präsentieren, zu hinterfragen. Dafür brauchen Kinder ein Verständnis von unserer Welt, wie sie aktuell ist und auch wie sie im besten Sinne für uns Menschen und alle anderen Lebewesen sein kann. Genau hier dockt der facettenreiche Sachunterricht an. Dieses Fach ist also vielmehr als reine Wissensvermittlung, sondern eine Aufforderung an die Schüler*innen, die Welt zu verstehen und bewusst zu gestalten. Eine große Aufgabe? Das auf jeden Fall! Doch sie kann ganz spielerisch – auch zuhause – begonnen worden.

Unsere neues Fach – Sachunterricht
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Spielerisches Entdecken mit scoyo

Wie sieht das Ganze jetzt in der scoyo Lernplattform aus? Das Schulfach Sachunterricht (aka. Sachkunde oder früher auch Heimatkunde) teilt sich hier in drei Bereiche auf: „Unsere Erde“, „Menschen, Tiere & Pflanzen“ und „Gesellschaft & Technik“. So können Kinder schneller die Themen finden, die sie gerade interessieren, gleichzeitig bleibt genügend Raum fürs eigenständige Entdecken. Schließlich funktioniert genauso das Lernen im Alltag unserer Kinder: ungezwungen, nach Interesse, mit Neugier und Begeisterung selbstständig in die Dinge tiefer eintauchen, die gerade dem kindlichen Weg kreuzen.

scoyo bietet mit dem Fach Sachunterricht ein breites Spektrum kompaktes Wissen an und lädt die Kinder zum Weiterforschen in der echten Welt ein! Das hilft nicht nur praktisch für den Schulunterricht, es zeigt auch, das Lernen nicht nur das Auswendiglernen von Vokabeln ist (leider notwendig) oder das Wiederholen des Einmaleins (das leider auch), Lernen ist auch fragen, forschen, verstehen. Sachunterricht regt den kindlichen Entdeckergeist an, der manchmal bei anderen Schulfächern auf der Strecke bleibt. Doch auf mutige Entdecker und wissbegierige Forscher wollen und können wir einfach nicht verzichten. Sachkunde, du rockst!

Das Fördern ist der Eltern Lust – Wie Sie Ihre Kinder zum Lernen motivieren können

Katharina Looks

“Kind, du musst doch noch lernen!”. Eltern, die daraufhin nur diesen Gesichtsausdruck als Antwort bekommen, seien die Tipps von Christian Hanne nahegelegt
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Was können Eltern tun, um ihre Kinder zum Lernen zu motivieren? Zum Beispiel: gar nichts. Oder alles, was seelisch und finanziell erträglich ist! Kolumnist Christian Hanne gibt 4 Tipps mit Vor- und Nachteilen.

Eine Kolumne von Christian Hanne, Blog Familienbetrieb.

Jetzt, wo das neue Schuljahr erst ein paar Wochen alt ist, sind die meisten Schülerinnen und Schüler noch hoch motiviert und haben sich geschworen, von nun an immer und ausnahmslos alle Hausaufgaben zu machen, sich immer und ausnahmslos am Unterricht zu beteiligen und sich immer und ausnahmslos auf jede Klassenarbeit akribisch vorzubereiten. Man muss sich nicht zu Helikoptermamas oder -papas zählen, um den Wunsch zu verspüren, seine Kinder bei diesem Fleißenthusiasmus zu unterstützen, damit die Schule nicht spätestens kurz vor den Herbstferien nur noch als lästige Unterbrechung beim Chillen und Snapchatten gilt. Was dann schnell zu Zensuren führt, die allenfalls als Augenzahlen beim Kniffeln Freude hervorrufen würden, nicht aber als Schulnoten.

Glücklicherweise gibt es sehr viele unterschiedliche Ansätze, wie Sie Ihre Kinder beim Lernen optimal fördern können. Bei den folgenden Modellen ist sicherlich eines dabei, das Ihnen und Ihren Kindern zusagt.

1. Money, money, money

Läuft es in der Schule nicht, führen Sie dank Strafzahlungen ein Leben in Saus und Braus. Doch Vorsicht: Ihre Ersparnisse sinken im exponentiellen Verhältnis zu besser werdenden Noten!
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Eine Möglichkeit, Ihre Kinder zu schulischen Höchstleistungen anzutreiben, ist ein finanzielles Anreizsystem, das auf Belohnung und Strafe basiert (und schon vielfach getestet ist). Für gute Noten (Einsen und Zweien) erhalten die Kinder Geld, die Erweiterung wäre das Einführen der Regel “bei schlechten Noten” (Fünfen und Sechsen): Hier müssen sie eine Strafzahlung entrichten. Quasi ein monetäres Zuckerbrot-und-Peitsche-Modell.

Der Vorteil

Wenn Ihre Kinder sehr schlecht in der Schule sind, sorgt das Money-money-money-Modell für einen steten Cashflow in der Haushaltskasse. Nach jeder Hausaufgabenüberprüfung, jedem Vokabeltest und jeder Klassenarbeit ist bei Ihnen Zahltag. Die Strafzahlungen ziehen Sie direkt vom Taschengeld ab und irgendwann stehen Ihre Kinder richtig tief in der Kreide bei Ihnen, so dass Sie großelterliche Geldgeschenke direkt einkassieren können. Eine sehr attraktive Einnahmequelle. Und obendrein noch steuerfrei.

Der Nachteil

Bei sehr schlauen Kindern treibt Sie die pekuniäre Motivationsmethode schnell in den finanziellen Ruin. Sie müssen dann ständig für Einsen löhnen, so dass Sie sich spätestens ab Mitte des Monats nur noch von Toastbrot mit Ketchup ernähren können. Irgendwann werden Ihre Kinder dann Ihr Gehalt pfänden und Ihnen russische Inkassofirmen auf den Hals hetzen. Obendrein dreht sich der gute Seneca angesichts eines solchen monetären Anreizsystems im Grabe herum, pervertiert es doch seinen berühmten Kalenderspruch „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“ zu einem „Nicht für die Schule, sondern des Geldes wegen lernen wir.“

Das Fazit

Wenn Sie wollen, dass sich Ihr Kind zu einer durch und durch materialistischen Persönlichkeit entwickelt, später Hedgefonds-Manager wird und die FDP wählt, dann ist die Money-money-money-Methode das perfekte Fördermodell für Sie.

2. Die Laissez-Faire-Förderung

Das Kind einfach mal von der Leine nehmen – gut für die Familienharmonie, schlecht, wenn Sie nicht vorhaben, Ihr Kind bis zum Ende aller Tage durchzufüttern
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Ein physikalisches Grundprinzip besagt, dass Druck immer Gegendruck erzeugt. Auf dieser Erkenntnis fußt das Laissez-Faire-Fördermodell. Daher verzichten Sie darauf, Ihren Kindern irgendwelche Lernvorgaben zu machen (= Druck), denn sonst werden diese sich verweigern, überhaupt irgendetwas für die Schule zu tun (= Gegendruck). Stattdessen lassen Sie Ihre Kinder an der ganz langen Leine laufen. Am besten verzichten Sie ganz auf die Leine. Wenn Ihre Kinder Lust haben, für eine Klassenarbeit zu lernen, lernen sie, und wenn nicht, dann halt nicht.

Sie müssen sich auch keine Sorgen über einen möglicherweise schlechten Notendurchschnitt Ihrer Kinder machen, denn der wird für die Arbeitsplatzsuche angesichts der demographischen Entwicklung keine Rolle spielen. Erst kürzlich hat die Bundesregierung davor gewarnt, dass in den nächsten fünfzehn Jahren ungefähr drei Millionen Fachkräfte fehlen. Das heißt, 2030 sollten selbst Baumschulabsolventen keine großen Schwierigkeiten haben, einen Job zu bekommen.

Der Vorteil

Mittels des Laissez-Faire-Ansatzes wird die schulische Karriere Ihrer Kinder die familiäre Harmonie in keinster Weise trüben. Es wird nie Stress bei Hausaufgaben, keinen Streit vor Klassenarbeiten und niemals Zoff wegen schlechter Noten geben, sondern Sie werden zwölf Jahre lang in Friede, Freude, Eierkuchen leben. Vielleicht sogar dreizehn. Oder vierzehn.

Der Nachteil

Das Laissez-Faire-Fördermodell führt unter Umständen dazu, dass Ihre Kinder sich nicht aufraffen können, jemals eine Bewerbung abzuschicken. Ohnehin fehlen Ihnen dazu die notwendigen Rechtschreibungs- und Grammatikkenntnisse. Somit werden Ihnen Ihre Laissez-faire-geförderte Kinder bis zur Verrentung und darüber hinaus auf der Tasche liegen.

Das Fazit

Für harmoniebedürftige und konfliktscheue Eltern, die sich weniger als Erziehungsberechtigte, sondern als Kumpels Ihrer Kids fühlen, ist das Laissez-Faire-Modell genau das Richtige. Sie sollten aber auch nichts dagegen haben, dass Ihre Kinder bei Ihnen zuhause wohnen, bis sie Sie Altersheim abschieben.

3. Zusammen sind wir schlau

Eltern sind mit ihrer Rolle als Nachhilfelehrer oft überfordert
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Wenn Sie Ihre Kinder schulisch nicht sich selbst überlassen wollen, könnte die Zusammen-sind-wir-schlau-Methode für Sie interessant sein. Dabei machen Sie immer gemeinsam mit Ihrem Kind Hausaufgaben, pauken zusammen Vokabeln und büffeln im Team für Klassenarbeiten. Das ist zwar etwas zeitaufwändig und Sie müssen Ihre Arbeitszeit drastisch reduzieren, aber nur so können Sie sicherstellen, dass Ihre Kinder nie die Hausaufgaben vergessen und sich immer perfekt auf Klausuren vorbereiten. Außerdem können Sie Lernfortschritte engmaschig kontrollieren und gegebenenfalls regulierend eingreifen.

Der Vorteil

In den ersten vier Jahren ist die Gemeinsam-sind-wir-schlau-Förderung ein absoluter Traum. Sie können alle Aufgaben spielend leicht lösen und Ihre Kinder werden Sie als Universalgenie bewundern, weil Sie wissen, dass sieben mal sieben nicht nur feiner Sand, sondern auch 49 ist. In den Klassen 5 bis 7 wird der Stoff zwar stetig anspruchsvoller, aber so können Sie Ihre Allgemeinbildung ein wenig auffrischen, was sehr nützlich ist, wenn Sie gerne Quiz Duell spielen.

Der Nachteil

Ab der achten Jahrgangsstufe wird das Zusammen-sind-wir-schlau-Modell immer herausfordernder, da Sie den Stoff häufig nur noch durch Zuhilfenahme des Internets bewältigen können. („Siri, wie viel Energie verbraucht ein 900-Watt-Staubsauger bei 230 Volt pro Minute?“ „Keine Ahnung, frag‘ Alexa.“) Spätestens wenn Ihre Kinder die Oberstufe erreichen, bekommen Sie gnadenlos Ihren begrenzten Wissenshorizont vor Augen geführt, Ihre Kinder werden täglich Zeuge Ihres intellektuellen Scheiterns und halten Sie für debile Volltrottel. (Da sie sich dann in der Pubertät befinden, denken sie das aber ohnehin von Ihnen.) Außerdem wird es mit zunehmendem Alter Ihrer Kinder immer mehr Streit und Zoff um die Hausaufgaben geben, was zu unschönen Auseinandersetzungen führt, gegen die ‚Game of Thrones‘ ein fröhliches Kindergartenfest ist.

Das Fazit

Sollten Sie einen starken Minderwertigkeitskomplex haben und es nötig haben, von Ihren sechsjährigen Kindern für Grundschulwissen bewundert zu werden, sollten Sie unbedingt das Zusammen-sind-wir-schlau-Fördermodell anwenden. Um es bis zum Schluss durchzuziehen, müssen Sie allerding leicht masochistisch veranlagt sein und über eine hohe Frustrationstoleranz verfügen. Oder beruhigungsmittelabhängig sein.

4. Outsourcing

Eine externe Nachhilfekraft lenkt den Frust und Hass Ihres Kindes von Ihnen ab – praktisch! So können Sie und Ihr Kind sich über die wirklich wichtigen Dinge streiten (Hygiene, Ordnung, Musikgeschmack)
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Sie können familiäre Konflikte rund um Hausaufgaben, Vokabellernen und Co. vermeiden, indem Sie einfach andere dafür bezahlen, sich um die schulische Förderung Ihrer Kinder zu kümmern. Eine pädagogisch geschulte Nachhilfekraft oder ein im Nahkampf erprobter Fremdenlegionär sind viel besser als Sie in der Lage, mathematischen, naturwissenschaftlichen und fremdsprachlichen Stoff zu vermitteln. Alternativ können Sie auch auf eine onlinebasierte Lernplattform zurückgreifen, so dass Ihre Kinder frühzeitig lernen, dass man den Kontakt zu Menschen weitestgehend vermeiden kann.

Der Vorteil

Durch das Outsourcing der Lernförderung sparen Sie Zeit und Ihre Kinder werden nicht länger Sie, sondern die Nachhilfelehrer hassen. Durch das Online-Lernen erfahren Kinder wiederum, dass das Internet nicht nur gut für Prankvideos, Schminktutorials und Katzen-GIFs ist, sondern auch um Schulstoff pädagogisch wertvoll zu vermitteln. Das wird Ihre Kinder so langweilen, dass sie Handy und Tablet zur Seite legen und an die frische Luft zum Spielen gehen.

Der Nachteil

Wenn Sie Ihre Kinder beim Online-Lernen alleine lassen, nutzen diese womöglich die Zeit am Computer nicht zum Lösen von Matheaufgaben, sondern um sich in die Top 10 der ‚Counter Strike‘-Weltrangliste zu ballern. Das verleiht dem Lebenslauf später zwar eine exotische Note, hilft in der nächsten Klassenarbeit beim Lösen von Bruchrechen-Aufgaben aber nicht wirklich weiter.

Das Fazit

Durch das Lern-Outsourcing gehört der kraftraubende Stress rund um schulische Angelegenheiten, der die familiäre Harmonie unnötig belastet, der Vergangenheit an. Die gesparte Energie können Sie dafür aufwenden, um sich über unaufgeräumt Zimmer, zu laute Musik und mangelnde Körperhygiene zu streiten.

Weitere Kolumnen von Christian Hanne hier im ELTERN! Magazin:

Kolumne von Eltern für Eltern 

Im Wechsel schreiben Blogger und Journalisten über Themen, die Eltern bewegen. Lesen Sie hier Geschichten und Beispiele aus der wunderbar chaotischen Welt des Lernens und Lebens. Alle Kolumnen ansehen.

Über den Autor

Christian Hanne, Jahrgang 1975, ist im Westerwald aufgewachsen und hat als Kind zu viel von Ephraim Kishon gelesen und zu viel ‘Nackte Kanone’ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und ihren beiden Kindern in Berlin-Moabit. Auf seinem Blog ‘Familienbetrieb’, auf Twitter und Facebook schreibt er über den ganz normalen Alltagswahnsinn. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.

Im September ist sein Buch “Wenn’s ein Junge wird, nennen wir ihn Judith” im Seitenstraßenverlag erschienen. In zwölf gar nicht mal so kurzen Kurzgeschichten sinniert er darüber, wie Schwangerschaft, Marathongeburten und nachtaktive Babys eine moderne, gleichberechtigte Partnerschaft auf die Probe stellen.

Im Netz:

Eat this! Sechs (fast) unschlagbare Tipps für leckere Pausenbrote

Katharina Looks

Da ist ja gar keine Nutella drauf!
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Ihr Kind bringt sein Pausenbrot immer wieder unangetastet zurück nach Hause? Christian Hanne hat in seiner Kolumne die Lösung für kleine Feinschmecker gefunden: Fingerdick Nutella.

Das Pausenbrot ist bekanntermaßen eine der wichtigsten Mahlzeiten für Schulkinder. Es spendet Energie und sorgt dafür, dass sich die Schülerinnen und Schüler konzentrieren und im Unterricht gut aufpassen können. Das große Problem: Kinder essen ihr Pausenbrot nicht, sondern bringen Tag für Tag ihre Brotdose ungeöffnet aus der Schule wieder mit nach Hause. Oder noch schlimmer: Sie beißen einmal von ihrer Stulle ab, um ihren Eltern unmissverständlich klarzumachen, dass das Pausenbrot so ungenießbar ist, dass sie eher ihr benutztes Sportzeug aufessen, als einen zweiten Bissen zu nehmen.

Sicherlich, es gibt immer wieder Berichte von Kindern, die gerne und mit Begeisterung ihre Stullen verputzen, aber das fällt unter die Rubrik Sommerloch-Meldung und ist ungefähr so glaubwürdig wie die Schlagzeilen „Riesen-Anakonda im Rhein entdeckt“ oder „Zweiköpfige Ziege gewinnt Lambada-Wettbewerb“. Stattdessen nimmt laut einer aktuellen Untersuchung der Fake University die Zahl der Eltern, die unter einer Pausenbrot-Phobie leiden, seit Jahren stetig zu. Diese bedauernswerten Väter und Mütter bekommen Schweißausbrüche, wenn sie die Lunch-Boxen ihrer Kinder öffnen, aus denen sie die verschmähten Brote höhnisch angrinsen. Den ganzen Tag über denken sie an diesen schauderhaften Moment, so dass sie häufig arbeitsunfähig sind. („Ein Pausenbrot, sie zu knechten.“)

Das muss aber nicht sein! Damit Ihnen dieses Schicksal erspart bleibt, sollten Sie sich meine sechs Tipps für perfekte Pausenbrote zu Gemüte führen.

1. Das Auge isst mit

Sie müssen sich bei der Gestaltung des Pausenbrots schon etwas mehr Mühe geben, wenn Sie wollen, dass Ihr kleiner Gourmet es auch isst
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Wenn Sie die Wahl hätten, eine Mahlzeit einzunehmen, die aussieht als wäre sie in einer Knastküche in einen Metallnapf geklatscht worden, oder die fein angerichtet und mit ein paar dekorativen Gewürzelementen garniert wurde, entscheiden Sie sich sicherlich für die zweite Option. So geht es möglicherweise auch Ihren Kindern. Anstatt ihnen tagaus tagein eine freudlose Graubrot-Klappstulle mitzugeben, müssen Sie schon etwas Entertainment in der Vesper-Box bieten. So ist das nun mal mit dieser vergnügungssüchtigen Jugend der heutigen Spaßgesellschaft.

Das ist auch gar nicht so schwierig. Stehen Sie einfach morgens um 4 Uhr auf, schmieren Sie Brote und stechen aus diesen dann Kreise, Sterne, Blumen usw. aus. Anschließend schnitzen Sie aus Obst und Gemüse kleine Skulpturen und Tierfiguren. Zum Schluss richten Sie den Pausensnack Ihrer Kinder in eigens dafür entwickelte so genannte Bento-Boxen zu psychedelisch anmutenden Food-Mandalas an.

Allerdings hat dieser auf die Vergnügungssucht der Kinder abzielende Pausenbrot-Ansatz auch gravierende Nachteile. Abgesehen von dem zeitlichen Aufwand und dem frühen Aufstehen verfügen auch nicht alle Eltern über die feinmotorische Fingerfertigkeit erzgebirgischer Kunsthandwerker. Da sieht die geschnitzte Karotte dann nicht aus wie ein lebensechter Tyrannosaurus Rex, sondern wie ein von einem Kometen erschlagenes Mammut. Außerdem sind Kinder in der Regel auch nicht so leicht hinters Licht zu führen. Nur weil ein Kohlrabi in der Form eines Dinosauriers daherkommt, schmeckt er immer noch wie ein doofer Kohlrabi.

2. Du sollst begehren deines Nächsten Pausenbrot

Während Kinder das von den eigenen Eltern geschmierte Pausenbrot meistens mit Missachtung strafen, finden sie die Stullen ihrer Freundinnen und Freunde wesentlich attraktiver. Das können Sie sich zunutze machen, indem Sie sich mit anderen Eltern absprechen. Abends schmieren Sie die Brote für Ihr Kind, richten Obst her und bereiten Getränke vor. Anschließend bringen Sie das Schinkenbrot zu Sabines Eltern, von denen Sie ein Käsebrötchen erhalten, bei Pauls Eltern geben Sie Ihre Apfelschnitze ab und nehmen eine Dose mit Weintrauben mit, bevor Sie schließlich den Früchtetee bei Nurcans Eltern abliefern, die Ihnen im Gegenzug eine Fruchtsaftschorle aushändigen. Am nächsten Tag tauscht Ihr Kind dann mit Sabine das Brot, mit Paul das Obst und mit Nurcan das Getränk und schon hat jedes Kind die von seinen Eltern zubereitete Vesper.

Zugegebenermaßen ist es aus ökologischen Gesichtspunkten bedenklich, wenn alle Eltern jeden Abend kreuz und quer durch die Stadt rasen, um Pausenbrote & Co. abzuliefern, aber dieser Preis muss bezahlt werden, damit die Kinder ausreichend mit Nährstoffen und Vitaminen versorgt werden. Der viel größere Nachteil dieses Pausenbrot-Tauschkreisels besteht ohnehin darin, dass er von dem sehr fragilen und wechselhaften sozialen Beziehungsgeflecht der Klassengemeinschaft abhängt. Sollte sich Ihr Kind mit Sabine, Paul und Nurcan verkrachen, wird es auf keinen Fall mehr sein Essen mit ihnen tauschen wollen, weil die voll bescheuert sind.

3. Selbst ist das Kind

Begrüßen Sie schon mal den neuen Dauerzustand Ihrer Küche, wenn Ihr Kind sein Pausenbrot selbst zubereitet
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Wenn Sie es irgendwann leid sind, jeden Morgen Brote zuzubereiten, die Ihr Kind nachmittags unberührt zurückbringt, dann lassen Sie es doch einfach selbst seinen Pausensnack vorbereiten. Belegt es sich nämlich seine Stullen selbst, kann es sich ja schlecht über den ekligen Stinkekäse oder die Schinkenwurst, die angeblich nach Kacka schmeckt, beschweren. Schließlich hat es sich das selbst aufs Brot gepackt. Okay, Kinder argumentieren häufig irrationaler als Donald Trump vor der UNO-Vollversammlung und werden trotzdem Sie dafür verantwortlich machen, dass ihnen das Pausenbrot nicht geschmeckt hat. Das ist nun mal das Schicksal, das Eltern zu ertragen haben.

Durch diesen Do-it-yourself-Ansatz erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Kind seine Jause in der Schule isst, um ein paar Prozentpunkte. Jedoch müssen Sie dafür in Kauf nehmen, Ihr morgenmuffliges Kind noch eine halbe Stunde früher wecken zu müssen, wodurch es sich in einen nuklearen Sprengkopf, der jederzeit explodieren kann, verwandelt. Außerdem sollten Sie nicht so naiv sein und glauben, Ihr Kind räumt nach dem Broteschmieren die Küche ordentlich auf. Vielmehr wird es so viel Chaos produzieren, dass Sie sich den halben Tag frei nehmen müssen, um die Küche zu renovieren und das Mobiliar zu restaurieren.

4. Denken Sie an die Vitamine!

Obst und Gemüse sollen ein wichtiger Bestandteil in der Vesper-Box Ihrer Kinder sein, denn die Vitaminzufuhr sorgt für geistige Frische und einen wachen Geist. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für ein gesundes Pausenfrühstück zum Beispiel unter anderem Radieschen, Kohlrabi oder Kiwi. „Mundgerecht geschnitten werden sie bei Kindern und Jugendlichen zum beliebten Fingerfood.“ Eine Aussage, die vermuten lässt, dass die Ernährungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der DGE kinderlos sind. Hier ein weiterer Beleg. „Kresse, Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum beispielsweise geben den Pausenbroten die richtige Würze.“ Kennen Sie etwa ein Kind, das gerne Kresse, Schnittlauch, Petersilie oder Basilikum isst? Ja? Dann ist das wahrscheinlich mit der Lambada tanzenden, zweiköpfigen Ziege aufgewachsen.

Dennoch sollten Sie nicht auf Obst und Gemüse in der Brotdose Ihrer Kinder verzichten. Beispielsweise um den Schein verantwortungsvoller, um eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder besorgter Eltern zu wahren. Da reicht es eigentlich auch, Ihren Kindern Bananen, Paprika und Äpfel aus Plastik mitzugeben. Die verderben nicht und sind auch nicht so schwer. Aber aus ganz eigenem Interesse sollten Sie Ihren Kindern tatsächlich echtes Obst und Gemüse einpacken. Dann haben Sie beim Ausräumen der Lunch-Box immer einen gesunden Nachmittags-Snack. Auch hier gibt es eine aktuelle Untersuchung der Fake University, die besagt, dass für Eltern das von ihren Kindern verschmähte Obst und Gemüse die wichtigste Vitaminquelle ist. Ich finde das schlüssig. Oder kennen Sie Eltern, die an Skorbut leiden?

5. Sweets for my sweet

Nehmen Sie sich ein Beispiel: So sieht wohl das perfekte Pausenbrot aus, wenn es nach Ihrem Sprössling geht
© Cris DiNoto/ unsplash.com

Selbstverständlich gibt es aber eine Taktik, bei der Sie zu 100 Prozent sicher sein können, dass Ihr Kind seine Brotdose bis auf den letzten Krümel leer isst. Schmieren Sie einfach fingerdick Nutella auf pappiges Weißmehltoast und überziehen Sie jegliches Obst mit flüssiger Schokolade. (Den Gemüsequatsch lassen Sie komplett weg.) Ihr Kind wird Sie dafür lieben und Ihrer Wahl zu „Eltern des Jahres“ steht nichts mehr im Wege. (Vor allem, wenn Sie Ihrem Kind auch noch erlauben, rund um die Uhr am Handy zu zocken.)

Freilich ist diese Schokomethode nicht ganz unumstritten und Sie behalten Sie besser für sich. Andere Eltern würden darauf nämlich kaum empörter reagieren, als wenn Sie ihrem Kind jeden Tag ein Crack-Pfeifchen zur Steigerung seiner Leistungsfähigkeit mitgäben.

6. Schmier it like Jamie

Wenn Sie vor Nutella-Pausenbroten zurückschrecken, sollten Sie sich mal überlegen, ob die Stulle Ihres Kindes zu phantasie- und einfallslos ist und deswegen boykottiert wird. Jeden Tag labberiges Weizenmischbrot aus dem Backshop mit dick Butter, belegt mit gummiartigem Käse oder unter fragwürdigen Bedingungen hergestellter Wurst sind ja auch wirklich öde.

Versuchen Sie es doch mal mit einer etwas exquisiteren Kreation und lassen Sie sich von Jamie Oliver inspirieren. „Jamie Oliver?!“, schreien Sie jetzt vielleicht auf. „Das ist doch der Typ, der seine Kinder mit scharfen Chili-Schoten bestraft. Das geht ja wohl gar nicht!“ Damit haben Sie selbstverständlich Recht, aber Sie sollen sich von ihm ja auch keine Erziehungstipps geben lassen, sondern seine Lunchbox-Rezepte nachkochen. (Ebenso fragwürdig wie die Bestrafungsmethoden von Jamie Oliver ist übrigens die Namensgebung für seine Kinder. Die heißen nämlich Buddy Bear Maurice, Petal Blossom Rainbow, Poppy Honey Rosie, Daisy Boo Pamela und River Rocket Blue. Wahrscheinlich hat Jamie Oliver selbst zu oft an den scharfen Chili-Schoten gelutscht.)

Aber zurück zum Thema. Exquisite Pausenbrotschöpfungen. Bereiten Sie zum Beispiel ein knackiges Mohnbrötchen mit gebratenen Chorizowürstchen, selbst gemachtem Kichererbsen-Tomaten-Aufstrich und Rucola zu. Sie fragen sich, ob Ihr Kind das mögen wird? Natürlich nicht, aber dafür haben sie ein sehr leckeres Abendessen. Und hier noch der ultimative Tipp, den ich schon einmal in einer früheren Kolumne aufgeschrieben habe: Essen Sie das Sandwich am besten gleich nach der Zubereitung. Dann schmeckt es am besten und Ihr Kind muss es nicht umsonst in die Schule schleppen. Guten Appetit!

Weitere Impulse für einen stressfreien Schulfamilienalltag gibt es im scoyo-Podcast #scoyolo: Für mehr Leichtigkeit beim Lernen

Weitere Kolumnen von Christian Hanne hier im ELTERN! Magazin:

Über den Autor

Christian Hanne, Jahrgang 1975, ist im Westerwald aufgewachsen und hat als Kind zu viel von Ephraim Kishon gelesen und zu viel „Nackte Kanone“ geschaut. Inzwischen lebt er mit seiner Frau und ihren beiden Kindern in Berlin-Moabit. Auf seinem Blog „Familienbetrieb“, auf Twitter und Facebook schreibt er über den ganz normalen Alltagswahnsinn. Kulinarisch pflegt er eine obsessive Leidenschaft für Käsekuchen. Sogar mit Rosinen. Ansonsten ist er mental einigermaßen stabil.

Am 17. Oktober erscheint sein neues Buch „Ein Vater greift zur Flasche. Sagenhaftes aus der Elternzeit“ im Seitenstraßenverlag.

 

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Tipps: Erster Schultag nach den Ferien

Katharina Looks

Schulstart nach den Ferien
© Konstantin Yuganov – Fotolia.com

Früh aufstehen statt ausschlafen, büffeln statt faulenzen – klingt zugegeben alles andere als verlockend. Mit diesen 11 Tipps für den ersten Schultag nach den Ferien motivieren Sie Ihr Kind für die nächste Etappe.

Ausschlafen und den ganzen Tag an der frischen Luft herumtollen – damit ist es nach den Ferien vorbei. Und das fällt vielen Kindern und Jugendlichen jedes Mal aufs Neue schwer. Kein Wunder: Früh aufstehen, die Schulbank drücken, Hausaufgaben machen, zeitig ins Bett gehen – diese Umstellung ist eine Herausforderung für Kinder, aber auch für Eltern. Wir haben für Sie 11 Tipps für den ersten Schultag nach den Ferien zusammengestellt, mit denen Sie und Ihr Nachwuchs den Schulstart garantiert mit Bravour meistern.

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Tipps für den ersten Schultag nach den Ferien: Vorbereitung ist alles

Um nach den Ferien wieder richtg gut in die Schulzeit zu starten, können Sie sich mit Ihrem Kind schon während der Ferien darauf vorbereiten. Das heißt natürlich nicht, dass das Thema “Schule” die Ferien bestimmen sollte, sondern, dass sie sich mit ein paar kleinen Tricks schon langsam auf einen Neustart einstimmen können.

Tipp 1: Schulstart ohne Altlasten

Die sechswöchigen Sommerferien markieren eine Zäsur im Schulalltag: Das alte Schuljahr ist abgeschlossen und erledigt, das neue steht vor der Tür. “Altlasten” wie schlechte Noten oder Verhaltensauffälligkeiten aus dem vorherigen Schuljahr sollten jetzt nicht mehr thematisiert werden. Stattdessen können Sie mit Ihrem Kind über seine Erwartungen an das neue Schuljahr sprechen: Bekommt es neue Lehrer, neue Klassenkameraden oder neue Fächer? Was wird es in diesem Schuljahr lernen? Worauf freut es sich? Wovor hat es vielleicht Angst?

Das Gleiche gilt auch für alle anderen Ferien: Sie dienen dazu, Kraft zu tanken, den Kopf frei zu bekommen und dann noch einmal richtig durchzustarten. Richten Sie den Blick bei den Gesprächen stets nach vorn und versuchen Sie Ihrem Kind zu vermitteln, dass der erste Schultag nach den Ferien ein wirklicher Neubeginn ist, in dem sich negative Erlebnisse nicht zwangsläufig wiederholen müssen. Druck, Drohungen oder Versprechungen lösen dagegen nur Stress aus und wirken sich negativ auf das Lernen aus. Schaffen Sie stattdessen eine entspannte Atmosphäre, die möglichst ab Tag 1 zum Lernen motiviert.

Die Pädagogin und Elterntrainerin Bettina Schade rät: “Die Eltern sollten dem Kind möglichst keine Vorschriften machen, wie es zu lernen hat, sondern das Kind lieber ermutigen, selbst einige konkrete Ziele und Vorhaben zu formulieren – am besten schriftlich, zum Beispiel auf kleinen Erinnerungszetteln oder in einer Art Vertrag mit sich selbst.”

Tipp 2: Neue Schulsachen schüren Vorfreude

Erstklässler werden zum Schulstart völlig neu ausgestattet. Das weckt die Vorfreude auf den ersten Schultag nach den Ferien und steigert die Motivation. Profitieren Sie von diesem “Trick” und gönnen Sie auch Ihren älteren Schulkindern zum Schulanfang etwas Neues. Eine trendige Tasche, ein neuer Ranzen, ein cooles Hausaufgabenheft – gehen Sie gemeinsam einkaufen und lassen Sie Ihrem Kind freie Wahl. Achten Sie aber darauf, dass das Geschenk Ihrem Kind im Schulalltag von Nutzen ist und kaufen Sie kein Spielzeug.

Tipp 3: Schulranzen rechtzeitig packen

Federmappe, Hefte, Bücher – alles drin? Erledigen Sie das Ranzenpacken nicht in allerletzter Minute, sondern nehmen Sie sich schon ein paar Tage vor dem ersten Schultag nach den Ferien Zeit, um die Schulsachen mit Ihrem Kind gemeinsam durchzugehen. Was nicht mehr gebraucht wird, fliegt raus und wird durch Neues ersetzt. Das schafft nicht nur Ordnung im Ranzen, sondern auch im Kopf.

Nutzen Sie die Gelegenheit, um Hefte und Bücher aus dem letzten Schuljahr durchzublättern und auf Lernerfolge hinzuweisen. Verdonnern Sie Ihr Kind in den letzten Tagen vor dem Schulstart allerdings nicht zum exzessiven Lernen in den Ferien – es soll ja gut erholt, beschwingt und motiviert ins neue Schuljahr starten.

Tipp 4: Schulfreunde treffen

Signalisiert Ihr Kind “Null Bock auf Schule”, kann es helfen, den Kontakt zu Schulfreunden zu suchen. Denn Schule ist nicht nur ein Lernort Ihres Kindes, sondern auch ein wichtiger Lebensraum, in dem es einen Großteil seiner sozialen Kontakte pflegt. Trifft Ihr Kind seine Schulfreunde in den Ferien nicht ohnehin, sollten Sie spätestens in der letzten Woche vor dem ersten Schultag nach den Ferien versuchen, ein Treffen zu organisieren. So kann Ihr Kind sich mit seinen Schulfreunden über die Ferien und den bevorstehenden Schulbeginn austauschen. Auch der gemeinsame Schulweg am ersten Schultag erleichtert Kindern das frühe Aufstehen und den Gang zur Schule.

Tipp 5: Frühes Aufstehen trainieren (vor allem bei langen Ferien)

Die größte Herausforderung erwartet Kinder und Eltern bereits vor dem eigentlichen Schulbeginn: Es ist das frühe Aufstehen, das den meisten Kindern in den ersten Tagen nach den Ferien zu schaffen macht. Aus diesem Grund sollten Sie rechtzeitig mit der Umstellung auf den neuen Tagesrhythmus beginnen, denn es dauert ein bisschen, bis man sich an die frühen Aufstehzeiten gewöhnt hat.

Frühes Aufstehen sollte deshalb schon in der letzten Ferienwoche auf dem Programm stehen – jedenfalls in den Sommerferien. Und wer früh aufstehen muss, muss auch zeitig zu Bett gehen, da hilft nichts! Der durchschnittliche Schlafbedarf bei Grundschülern liegt zwischen zehn bis elf Stunden. Jugendliche kommen auch mit acht bis neun Stunden Schlaf aus. Vielleicht können Sie das frühe Aufstehen in den letzten Ferientagen nutzen, um morgens gemeinsam schwimmen zu gehen oder eine kurze Radtour zum Bäcker zu machen. Das macht munter und Spaß!

Dasfrüher Aufstehen wieder zu trainieren kann dabei helfen, zum Schulbeginn besser aus den Federn zu kommen
© Annie Spratt/ unsplash.com

Tipps für den ersten Schultag nach den Ferien: Los geht’s!

Alle Vorbereitungen sind getroffen und nun wird es ernst? So starten Sie und Ihre Kinder entspannt und motiviert wieder in die Schulzeit.

Tipp 6: Sanft wecken mit Musik und Sonnenlicht

Einen Morgenmuffel aus dem Bett zu bekommen ist nicht leicht. Mit der richtigen Musik fällt es allerdings leichter. Wecken Sie Ihr Kind mit seinem Lieblingssong oder singen Sie kleineren Kindern ein Aufwachlied vor. Auch (Sonnen-)Licht hilft beim sanften Erwachen: Licht hemmt nämlich die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Lassen Sie also frühzeitig Licht ins Zimmer, so kann ihr Kind langsam aufwachen.

Tipp 7: Gemeinsam gesund frühstücken

Ernährungswissenschaftler und Pädagogen sind sich einig: Ein reichhaltiges und gesundes Frühstück sorgt nicht nur für Fitness und hohe Leistungskraft, sondern auch für gute Stimmung. Viele Familien frühstücken nur am Wochenende oder in den Ferien zusammen.

Das gemeinsame Frühstück ist aber gerade im stressigen Alltag ein wichtiges Ritual und sorgt am ersten Schultag nach den Ferien für die Extraportion Schwung: Am Frühstückstisch kommt die Familie noch einmal zusammen und tauscht sich aus, bevor jeder seine Wege geht. Planen Sie ausreichend Zeit für das Frühstück ein und überraschen Sie Ihre Kinder immer mal wieder mit einer besonderen Leckerei, wie frischen Brötchen oder Pfannkuchen mit Obst.

Tipp 8: Den ersten Schultag zelebrieren

Ein Besuch im Zoo, im Freibad, in der Kletterhalle oder im Freilichtmuseum – versüßen Sie den ersten Schultag nach den Ferien mit einem ganz besonderen Nachmittag. So machen Sie den ersten Schultag zu etwas Besonderem und vermitteln Ihrem Kind, dass es auch während der Schulzeit Raum für “Ferienerlebnisse” gibt. Vielleicht können Sie auch etwas gemeinsam mit Schulfreunden organisieren, dann kann sich Ihr Kind direkt über seine Erfahrungen am ersten Schultag austauschen.

Tipp 9: Rituale aus den Ferien übernehmen

Morgens noch einen Moment zusammen kuscheln, nachmittags Eis essen, nach dem Abendbrot etwas spielen – das macht die Ferien so schön. Retten Sie ein paar dieser wunderbaren “Rituale” und entspannenden Momente in den Alltag hinüber. Das stärkt nicht nur das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Familie, sondern versüßt Ihnen und Ihren Kindern auch den Alltag.

Tipp 10: Sport und Bewegung als Ausgleich

In den Sommerferien haben sich die meisten Kinder viel bewegt: Sie sind geschwommen, geklettert, gelaufen und gesprungen. Kein Wunder, dass ihnen das stundenlange Sitzen in den ersten Schultagen nach den Ferien schwerfällt. Sprechen Sie deshalb schon in den letzten Ferientagen mit Ihrem Kind darüber, wie es seine Freizeit am Nachmittag möglichst bewegt gestalten möchte. Ob Mannschaftsportart, Ballett, Reiten oder Turnen – ein neues Schuljahr ist auch der richtige Zeitpunkt, sich im Sportverein anzumelden.

Tipp 11: Von Anfang an durchstarten

Je früher Kinder im Schulstoff sind, desto weniger Stress bereiten ihnen später im Schuljahr Klassenarbeiten und Co. Machen Schüler regelmäßig ihre Hausaufgaben (ohne Eltern), beteiligen sich mündlich im Unterricht und wiederholen sie den Stoff auch mal mit anderen Methoden, sind spätere Herausforderungen leichter zu meistern. Als Eltern können Sie Ihre Kinder dazu motivieren, Ihnen den Rücken stärken, für Ausgleich sorgen, sollten aber nicht zum Hilfslehrer werden.

Wissensdurst noch nicht gestillt? Im #scoyolo-Podcast dreht sich alles um „Lernen mit Leichtigkeit” – voller Anregungen, Tipps und alle zwei Wochen neu! Jetzt gleich reinhören:

Vorbereitung Klassenarbeit – wie schafft es mein Kind, effektiv zu lernen?

Katharina Looks

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Die Schule nimmt einen großen Teil im Alltag des Sohnes unserer Leserin ein. Neben der Vorbereitung auf Klassenarbeiten, Vokabeltests und Co. bleibt nicht viel Freizeit. Sie fragt: (Wie) kann er effektiver lernen?

Wie effektiv auf Klassenarbeit vorbereiten? Eltern fragen, unsere ExpertInnen geben Rat.

Liebes scoyo Team,

mein Sohn geht in die 6. Klasse auf dem Gymnasium (G8). Er hat täglich bis 15:00 Uhr Unterricht und ist ca. um 15:45 Uhr zuhause. Dann ist er erstmal fix und foxi und muss entspannen und vor allem essen. Er schreibt wöchentlich ein bis zwei Vokabeltests, vier Wochen vor den Ferien beginnt der Run auf die Klassenarbeiten. Im Durchschnitt werden zwei Klassenarbeiten und noch zwei Tests pro Woche geschrieben. Der Höhepunkt sind dann drei Klassenarbeiten auf drei aufeinander folgenden Tagen. Wir bekommen auch pro Halbjahr einen Klassenarbeitsplan, wann welche KA geschrieben wird. Organisatorisch bekommen wir es jedoch trotzdem nicht auf die Reihe und das Familienleben leidet zum Teil unter der Stresssituation.

Nun suche ich verzweifelt nach Hilfestellungen zur besseren Vorbereitung auf Klassenarbeiten, um das Ganze zu strukturieren. Leider ist es mir bis heute nicht gelungen. Jeder Plan, den wir zusammen aufstellen, wird nach zwei Tagen über den Haufen geworfen, da es zeitlich nicht möglich ist, alles unter einen Hut zu bekommen. Freizeit? Eigentlich unmöglich. Und ich frage mich in solchen Phasen, wo bleibt denn eigentlich noch die Kindheit? Die Kinder müssen mehr leisten, als wir Erwachsenen bei einer 40-Stunden-Woche.

Außerdem finde ich, dass mein Sohn unstrukturiert lernt bzw. nicht intensiv und effektiv genug. Er verbringt viel zu viel Zeit mit dem Lernen. Dies ist hauptsächlich in Fächern der Fall, die ihm keinen Spaß machen. Ich möchte erwähnen, dass er ein Einser- bzw. Zweier-Schüler ist, aber auch er braucht noch Unterstützung.

Habt ihr hierzu eine passende Lösung? Und kennt ihr eine Institution o. ä. wo Kinder lernen, wie man richtig und effektiv lernt? Hier geht es mir hauptsächlich darum, dass mein Sohn für sich eine Methode findet, wie er am schnellsten zum Ziel kommt und dabei noch gute Noten einsammelt.

Unsere Experten antworten:

Tipps für effektiveres Lernen von Bea Beste, Bloggerin und Bildungsunternehmerin

© Bea Beste Ihre Frage ist eine Herausforderung für  jemanden wie mich, der am liebsten die gesamte Bildung in Deutschland umkrempeln möchte. Lassen Sie mich deshalb am Anfang betonen: Ich fühle mit Ihnen und ihrem Sohn mit! Schule müsste anders sein, sie müsste Kinder und Jugendliche fürs Lernen begeistern, ihre natürliche Neugier anfüttern und befriedigen, ebenso wie die nötigen Selbstorganisationsfähigkeiten lernen und schärfen. Stattdessen haut sie ihnen Aufgaben und ein Lernpensum um die Ohren, die sich wie nasse Gipsbandagen anfühlen. 

So, was machen wir jetzt damit? Es gibt eigentlich nur die gute alte Parole:

Falls ein Schulwechsel für Sie aus verschiedenen Gründen nicht in Frage kommt, heißt es, sich damit zu arrangieren und die Herausforderung anzunehmen. Ich habe bereits einmal über die “Faul und Klug-Strategie” gebloggt, die bei meiner Tochter recht gut funktioniert hat. Ansonsten können Sie es mit einigen anderen Ansätzen versuchen:

  • Mal eine Weile locker lassen: Seien Sie eine Zeit lang weniger hinterher und beobachten Sie, ob Ihr Sohn nicht ganz von alleine den Ehrgeiz entwickelt, sich beim Lernen effektiver zu organisieren. Vielleicht verlässt er sich zu sehr auf Sie?
  • Delegieren: Hätten Sie vielleicht jemand so um die 20, der/die studiert und vielleicht statt Nachhilfe ein wenig Selbstorganisation beim Lernen für eine Klassenarbeit mit Ihrem Sohn trainiert? Junge Studenten können wunderbare Vorbilder sein!
  • Lerngemeinschaften für die Vorbereitung der Klassenarbeit fördern: Vielleicht können Sie sich dafür einsetzen, dass Ihr Sohn eine Lerngemeinschaft mit 2-3 anderen Schulkameraden ins Leben ruft? Möglicherweise können sich die Kids gegenseitig helfen und entlasten ­­– und ja, wenn Aufgaben tatsächlich zu viel sind, ist es auch mal OK voneinander abzuschreiben und mehr vom Leben zu haben, und das sage ich nicht leichtfertig. 
  • Last but not least: Problem gemeinsam angehen! Haben Sie die Thematik, so, wie Sie sie hier beschreiben, mit Ihrem Sohn besprochen? Was sagt er dazu? 

Außerdem finde ich, dass scoyo hier bereits echt gute Tipps für effektives Lernen zusammengestellt hat.

Daniel Bialecki, scoyo Geschäftsführer: „Effektiv lernen relativ betrachten“

© Daniel Bialecki Ja, die Leistungsanforderungen an die Kinder sind heute sehr hoch, besonders in Ihrem Fall: Gymnasium mit G8. Ich verstehe sehr gut, in welcher Situation Sie sich da gerade befinden. Wunderbar ist, dass Sie aktiv nach einem Ausweg suchen und das so nicht (mehr) hinnehmen mögen. Umso mehr, da diese Situation ja nicht eigenverschuldet entstanden ist. Die Ursache ist in erster Linie in einigen Schwächen unseres Schulsystems zu finden. Das können wir nicht ändern ­– aber dennoch können Sie Ihre Probleme lösen oder verbessern:

Tipp 1: Dialog mit Lehrern und anderen Eltern suchen 

Zuerst sollten Sie mit den Lehrern und anderen Eltern sprechen. Generell sind Hausaufgaben sinnvoll, aber nur, wenn sie im richtigen Maß und mit der richtigen Zielrichtung eingesetzt werden. Ist das bei Ihnen der Fall? Was sagen die anderen Eltern aus der Klasse dazu? Wenn es vielen so geht, sollten Sie mit der Schule darüber sprechen und fragen, ob nicht z. B. ein Anteil der Hausaufgaben in den Schultag integriert werden kann.

Dann ist natürlich auch ein individuelles Gespräch mit den Lehrern wichtig. Empfinden sie auch, dass Ihr Sohn zu wenig effektiv lernt? Wo sehen sie Ansatzpunkte, das zu verbessern? Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie darauf eine konkrete Sicht haben und sogar Ihre Wahrnehmung ergänzen können.

Tipp 2: Lerncoach testen

Weil die meisten unserer Schulen paradoxerweise nicht lehren, wie man richtig lernt und sich effektiv auf Klassenarbeiten vorbereitet, hat sich für diesen Bedarf ein privater Markt entwickelt: der der Lerncoaches. Klar, es gibt auch viele Bücher, aber in Ihrem Fall macht es vielleicht mehr Sinn, den Kontakt mit einem Lerncoach aufzunehmen. Ein erstes Gespräch sollte frei von Kosten sein. Dann können Sie entscheiden, ob der Lerncoach wirklich helfen kann und sich die zusätzlich investierte Zeit (neben dem Geld) dann auch wirklich auszahlt – weil Ihr Sohn weniger Zeit zum Lernen aufwenden muss. Ein Tipp: die Lerncoaches in Ihrer Umgebung finden Sie online. Schauen Sie auch gleich, ob es Eltern gibt, die mit dem jeweiligen Coach über Erfahrungen berichten.

Soweit der erste Teil der Antwort – der zweite Teil ist meine rein persönliche Meinung:

Tipp 3: Wie (effektiv) lernen? Lassen Sie Ihrem Kind seine Findungsphase

Sie schreiben, dass Ihr Sohn ein Einser- und Zweierschüler ist. Das ist sehr gut. Jedes Kind lernt anders – manche Schüler brauchen ein wenig mehr Zeit als andere. Für mich klingt es so, als würde Ihr Sohn gerade noch ausprobieren, wie er am besten lernen kann. Er befindet sich sozusagen in der Findungsphase.

Gerade in den ersten Jahren auf der weiterführenden Schule ändert sich unglaublich viel für die Kleinen: neue Fächer, neue Inhalte, hohe Anforderungen… Das spielerische Lernen kommt fast gänzlich zum Erliegen. Da muss man sich erst einmal dran gewöhnen und den eigenen Weg finden.

Dass Sie ihn dabei unterstützen, ist wunderbar. Vielleicht kann er darauf aufbauend aber seinen eigenen Rhythmus finden, verschiedene Methoden ausprobieren, seine Zeit allein planen – auch wenn er dadurch erst einmal länger braucht. Irgendwann wird er herausfinden, wie er sich am effektivsten auf Klassenarbeiten vorbereitet ohne zu stark unter Druck zu stehen.

Durch die gewonnene Zeit als echten Gegenwert könnte er langfristig ausgeglichener werden, was wiederum direkt auf Noten und ganz wichtig aufs Selbstbewusstsein einzahlt.

Tipp 4: Selbstbewusstsein stärken

Dafür braucht er wiederum Ihre Unterstützung. Geben Sie Rückendeckung, aber versuchen Sie Schule eher zum Nebenthema in der Familie zu machen. Das haben Sie ja auch geschrieben: die Noten sind erst einmal nebensächlich, die familiäre Balance ist die Basis für alles. Achten Sie weiter darauf – denn wenn sich pubertätsbedingt die Hormone Ihres Sohnes zunehmend ins Chaos stürzen, kann es sein, dass die Lage kippt und er sich deutlich gegen Ordnung und mangelnde Freizeit wehrt.

Vielleicht hilft es, ein bisschen mehr loszulassen, vielleicht auch eine drei zu akzeptieren (ich will nicht sagen, dass Sie das nicht tun würden – aber manchmal haben wir Eltern Angst vor schlechten Noten, weil wir die Zukunft unserer Kinder in Gefahr sehen und schließlich nur das Beste für unsere Lieben wollen).

Unterstützen Sie Ihren Sohn dahingehend, dass er lernt, sich aufgrund von eigenen Erfahrungen, Erfolgen und Misserfolgen in vollem Umfang selbst zu steuern. Das hilft ihm langfristig ungemein.

Alexandra v. Plüskow, Lehrerin: Dialog mit Schule, anderen Eltern und vor allem Ihrem Sohn suchen!

© Alexandra v. Plüskow Das, was Sie schildern, gibt den Alltag an vielen weiterführenden Schulen wieder. Unterricht bis 15:00 Uhr – und dann müssen die Kinder noch so viel zusätzliche Zeit für das Lernen und die Vorbereitung für die nächste Klassenarbeit aufwenden.

Sie beschreiben das, was viele Familien auch durchleben – müssen. Dabei haben Sie die Situation bereits sehr gut im Griff! Sie gönnen Ihrem Sohn die verdiente Pause nach der Schule und achten darauf, dass er sich ausreichend ernährt.

Ein bis zwei Vokabeltests und zahlreiche Arbeiten geben allerdings einen Takt vor, der Ihrem Sohn kaum Zeit zum Durchatmen gibt.

Suchen Sie zunächst Kontakt zu den Elternvertretern bzw. Elternvertreterinnen in der Klasse Ihres Sohnes. Erfahren Sie im Gespräch, ob auch weitere Familien von dieser schulischen Situation belastet sind. Falls ja, wie kann hier im Sinne der Kinder gehandelt werden? Eine Möglichkeit wäre, dass die Elternvertretung mit der Klassenlehrkraft spricht – oder ein Thema wie „Zeitmanagement für Schülerinnen und Schüler“ oder „Lerntipps für Zuhause“ wiederkehrend im Rahmen eines Elternabends Platz findet. Manche Schulen bieten auch Elterncoachings bezüglich Lerntechniken durch externe Experten an. Regen Sie dies ggf. ebenfalls an.

Ich lese aber auch, dass Sie sich Sorgen machen, Ihr Sohn würde zu unstrukturiert und nicht effektiv genug lernen. Er lernt Ihrer Meinung nach nicht selbstorganisiert genug – ist aber dennoch in der Lage, gute Zensuren zu schreiben. Das heißt, bisher wappnet er sich hervorragend mit Wissen für die Klassenarbeiten. Dies sollten Sie auf jeden Fall positiv hervorheben! Vor allem im Gespräch mit ihm.

Suchen Sie also zunächst den Dialog mit Ihrem Sohn selbst. Wie empfindet er die Situation? Sieht er es ebenso, dass sein Lernverhalten uneffektiv ist? Leidet er unter mangelnder Konzentration? Weiß er nicht, wie er sich selbst organisieren und auf eine Arbeit in der Schule vorbereiten soll? Bitten Sie dann die Klassenlehrkraft um ein Gespräch und erbitten Sie deren Einschätzung, wie sich das Lernverhalten Ihres Sohnes in der Schule zeigt. Hier finden Sie eine Checkliste für das Treffen mit dem Lehrer.

Hilft das nicht weiter, bietet es sich an, mit der Beratungslehrkraft der Schule oder mit einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin des schulpsychologischen Dienstes zu sprechen. Hierbei sollten Sie beachten, dass dies eine gewisse Wartezeit mit sich bringt. Nichtsdestotrotz, Sie haben recht – die Freizeit unserer Kinder ist von immenser Bedeutung. Dies sollten Sie weiterhin ernst nehmen. Welche Fähigkeiten und Neigungen hat Ihr Sohn? Sind diese sportlicher Natur oder eher musischer? Spielt er einfach noch einmal gern mit Freunden oder macht er lieber Ausflüge mit der Familie? Dann nehmen Sie sich bewusst fest vereinbarte Familien-Auszeiten, die einen wichtigen Ausgleich zu dem schulischen Programm bieten. Sie halten dies beispielsweise mit der Mittagspause schon ganz wunderbar ein!

Und noch ein Tipp: Die Vokabeln lernen Sie gemeinsam besonders gut mit der Fünf-Fächer-Lernkartei.

Erste Anregungen erhalten Sie hier: www.herlitz.de

Und auch auf scoyo finden Sie viele abwechslungsreiche Übungen mit den Inhalten der sechsten Jahrgangsstufe, die Ihren Sohn ganz bestimmt zum Üben motivieren:

Der Unterschied zwischen “das” und “dass” – einfach erklärt!

Katharina Looks

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Der Unterschied zwischen Das und Dass

Auf den ersten Blick scheint es nur ein simples “s” zu sein, das den Unterschied zwischen “das” und “dass” ausmacht. Trotzdem passieren hier immer wieder Flüchtigkeitsfehler. Wir erklären, wann ein “das” und wann ein “dass” verwendet wird.

In diesem Artikel

In diesen Fällen verwendet man “das”:

1. → “Das” als Artikel:

“Das” ist ein Artikel, in der Grundschule manchmal auch Begleiter (vom Nomen) genannt, weil er – wie der Name schon sagt – ein Nomen begleitet. Beispiele:

  • Das Kätzchen schnurrt.
  • Das Reh läuft durch den Wald.
  • Das Essen schmeckt prima.
  • Wenn ich das Bild sehe, freue ich mich über das Geschenk.

2. → “Das” als Pronomen:

“Das” kann auch ein Pronomen (Fürwort) sein. Dieses ersetzt ein Nomen, also ein Hauptwort.

Erklärung: Zunächst steht das Nomen im Hauptsatz. Dieses soll mithilfe eines Nebensatzes näher erklärt/beschrieben werden. Im darauf folgenden Nebensatz wird dieses Nomen durch ein “das” ersetzt.

Beispiel: Das Kätzchen (Nomen), das (Pronomen) so laut schnurrt, versteckt sich gerne unter dem Bett.

In diesen Fällen verwendet man “dass”:

“Dass” ist eine Konjunktion, auch Binde- oder Fügewort genannt. Mit einer Konjunktion werden Wörter, Satzteile oder Sätze miteinander zu einem Satz verbunden. “Dass” leitet dabei fast immer einen Nebensatz ein. Folglich besteht zwischen den einzelnen Satzelementen, also zwischen Haupt- und Nebensatz, eine logische Beziehung.

Gut aufpassen: Zwar steht ein “dass” ziemlich häufig als erstes Wort nach dem Komma, jedoch nicht immer. Manchmal kann es auch am Anfang eines Satz stehen. Beispiele:

  • Ich wusste ganz sicher, dass ich für die Arbeit eine “Eins” kriegen würde.
  • Dass meine Hosen am Knie kaputt waren, sah ich erst beim Bügeln. (Hier steht das “Dass” am Satzanfang.)
  • Mir war so schlecht, dass ich lieber von der Schule nach Hause ging.

Unterschied zwischen das und dass – der Überprüfungs-Trick:

Ob es sich um ein “das” oder “dass” handelt, lässt sich relativ leicht überprüfen: Kann statt “das” ein anderes Wort wie “welches”, “jenes”, “dieses” oder das Nomen selbst eingesetzt werden, wird “das” mit einem “s” geschrieben.

Nehmen wir noch einmal das obere Beispiel: Das Kätzchen (Nomen), das (Pronomen) so laut schnurrt, versteckt sich gerne unter dem Bett. Überprüfung: Das Kätzchenwelches so laut schnurrt, versteckt sich gerne unter dem Bett.

Noch ein Beispiel: Ein Reh, das sich erschreckt hat, springt schnell zurück in den Wald. (Ein Reh, welches sich erschreckt hat, springt schnell zurück in den Wald.)

Lässt sich dagegen kein einziges Wort einsetzen, wird das Wörtchen “dass” mit zwei “ss” geschrieben.

Immer das Passende lernen mit scoyo! In über 35.000 interaktiven Übungen nach Lehrplan. Motivierend und kindgerecht.

► Weiter Lerntipps gibt es auch auf www.lerntippsammlung.de.

Unterschied zwischen “das” und “dass” – eine kleine Übung:

Setze “das” oder “dass” ein:

Da__ Buch ist schwer.

Ich freue mich, da__ du mir Schokolade mitgebracht hast.

Weil ich gerne lese, kaufe ich mir da__ Buch.

Am liebsten ziehe ich mir ein Kleid an, da__ ich mir selbst gekauft habe.

Da__ es heute regnet, gefällt mir gar nicht.

Das Mädchen, da__ vom Klettergerüst gefallen ist, hat geweint.

Da__ ich das Messer nicht an der Klinge anfassen soll, habe ich gemerkt.

Ich war so mutig, da__ ich mich im Dunkeln in den Keller gewagt habe.

Da__ da__ alles nichts werden würde, hat mir mein Vater schon vorher erklärt.

Zusammenfassung – Unterschied zwischen “dass” und “das”:

  • Ist “das” ein Artikel, steht das zugehörige Nomen normalerweise in der Nähe.
  • Ist “das” ein Pronomen, bezieht es sich auf ein Nomen und leitet einen Nebensatz ein.
  • In jedem Fall bezieht sich ein “das” auf ein Nomen und lässt sich durch “dieses”, “jenes” oder “welches” ersetzen.
  • Da sich das “dass” auf kein Nomen bezieht, sondern als Konjunktion einen Nebensatz einleitet, lässt es sich durch kein anderes Wort ersetzen.

Hinweis: Seit der Reform der Rechtschreibung ist das “daß” nicht mehr korrekt. Die neue Rechtschreibung erlaubt nur noch das Wort “dass” – und zwar ohne jede Ausnahme.

Dieser Beitrag ist mit Unterstützung von www.lerntippsammlung.de entstanden.

Spielerisch Mathe lernen – so geht’s!

Katharina Looks

Mit einer Prise Spaß und Spiel ist es gar nicht mehr so schwer, Mathe zu lernen
© Gabriel (Gabi) Bucatarustocksy.com

Manche Kinder lieben sie, andere weniger … die Mathematik. Doch mit ein paar spielerischen Methoden, kann Mathelernen wirklich jedem Spaß machen. Wir zeigen wie.

In diesem Artikel

Mathematik steht bei vielen Schülern ziemlich weit unten auf der Beliebtheitsskala. Leider ist der Matheunterricht für Kinder nur selten greifbar oder interessant und trockene sowie alltagsferne (Text-)Aufgaben, sorgen nicht gerade für einen Motivationsschub.

“Die Schule übt oft nur Rechenprozesse, eine lebensnahe Mathematik findet in der Schule nicht statt”, so Anselm Lambert, Mathematikdidaktiker an der Universität Saarbrücken und Mitentwickler des ZEIT-Mathematiktests. Diese “lebensnahe Mathematik” in den Unterricht zu integrieren, sei die wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre. Das bestätigten Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 7 in unserer FACT-Umfrage selbst: Ihnen würde Mathe mehr Spaß machen, wenn der Unterricht mehr Bezug zum Alltag hätte und mit mehr Spielen verbunden wäre.

Für viele Schüler ist und bleibt das Fach Mathematikein rotes Tuch. Spätestens dann werden viele Eltern zum Ersatzlehrer und unterstützen dort, wo Defizite lauern. Laut einer Forsa-Umfrage von scoyo fühlen sich 74 Prozent der Eltern in der Pflicht, bei den Hausaufgaben zu helfen. Wird der Schulstoff komplexer, überfordert die Selfmade-Nachhilfe nicht nur Erwachsene, sondern auch den Nachwuchs. Geduldsfäden reißen, Grenzen verschwimmen, die Eltern-Kind-Beziehung leidet.

Das muss nicht sein! Eltern haben viele Möglichkeiten, ihre Kinder spielerisch zu unterstützen, Mathe zu lernen – ohne gleich selbst zur Kreide zu greifen. 

11 Tipps für Eltern: mehr Motivation durch spielerisches Mathelernen

Tipp 1: Positiv unterstützen, abseits der Schulaufgaben

Eine Studie zeigt, dass sich eine negative Einstellung der Eltern zu einem bestimmten Fach auch auf die Kinder übertragen kann. Sätze wie “hab ich auch nie verstanden” oder “macht echt keinen Spaß” sind deshalb nicht förderlich für die Motivation. Das fanden Wissenschaftler heraus, die 379 Erst- und Zweitklässler aus 27 verschiedenen Schulen befragten. Ihre Forschung zeigte auch, dass es nur zu negativen Auswirkungen kommt, wenn die Eltern ihren Kindern regelmäßig bei Hausaufgaben oder während der Vorbereitung auf Klassenarbeiten helfen. 

Jan Schwenkenbecher schreibt in der Süddeutschen Zeitung dazu: “Gut gemeinte Hilfe verkehrte sich also schnell ins Gegenteil. (…) Ganz ohne Förderung geht es manchmal eben nicht. Eltern könnten, statt selbst mit den Kindern zu lernen, Knobel-Bücher, Brett- oder intelligent gemachte Computerspiele zur Verfügung stellen.” (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/bildung/mathematik-zahlenkoller-als-erbe-1.2605947, aufgerufen am 30.03.2016)

Tipp 2: Gesellschaftsspiele und Spielsachen zum Lernen nutzen

Kinder spielen für ihr Leben gern. Warum nicht diese Tatsache fürs Lernen nutzen? Tatsächlich gibt es nämlich viele Spiele, mit denen sich Mathe lernen lässt:

Beim Spielen mit Bauklötzen oder Legosteinen trainieren Kinder ihr räumliches Vorstellungsvermögen. Sie lernen unterschiedliche Formen kennen und erwerben die Fähigkeit, diese nach Form, Farbe, Material oder Größe zu klassifizieren. 

Auch Gesellschaftsspiele, wie die Klassiker Mensch-ärgere-dich-nicht, Domino oder das Kartenspiel Uno, fördern das mathematische Verständnis: Die Augenzahl auf dem Würfel oder dem Dominostein ablesen, vorzurückende Felder abzählen oder beim Uno gleiche Ziffern erkennen – spielerisch Mathe lernen kann so einfach sein! Welche Spiele sich besonders gut zum Trainieren von wichtigen Kompetenzen eignen, erfahren Sie im Artikel “Lernen mit Gesellschaftsspielen”.

Tipp 3: Online lernen

Eine Umfrage im Auftrag von scoyo hat ergeben, dass 45 Prozent der Kinder zwischen sechs und 13 Jahren am liebsten mit digitalen Medien lernen.

scoyo z. B. bietet Ihrem Kind virtuelle Lernwelten, mit denen es den Schulstoff der 1. bis 7. Klasse wiederholen und vertiefen kann. Die auf die Lehrpläne der Bundesländer abgestimmten Inhalte sind in Geschichten verpackt, die das Interesse der Schüler wecken und den Stoff anschaulich erklären.

Tipp 4: Mathe (spielerisch) in den Alltag integrieren

Themenbereiche der ersten Grundschuljahre wie Mengen, Zahlen und Ziffern, Geometrie oder Sortieren und Klassifizieren tauchen überall im Alltag auf: ob beim Backen, Kochen, beim Aufräumen oder beim Weckerstellen. Sie können Ihr Kind also ganz spielerisch unterstützen, indem Sie immer mal wieder kleine Matheübungen im Alltag einbauen:

  • Treppenstufen zählen
  • Alltagsgegenstände nach ihrer Beschaffenheit sortieren (Knöpfe, Steine, Perlen, Schrauben)
  • Bus- oder Bahnfahrplan lesen
  • Zutaten beim Kochen oder Backen abmessen und abwiegen
  • Mengen schätzen
  • Behälter nach ihrer Form sortieren
  • Gegenstände und Entfernungen mit einem Maßband messen
  • Obst, Pizza oder Kuchen halbieren, vierteln, achteln …
  • Summe gekaufter Artikel überschlagen oder das Wechselgeld ausrechnen

Die eine oder andere Übung weckt sicher das Interesse Ihres Kindes für Mathematik. Besonders wenn es merkt, wie nützlich Rechenfertigkeiten eigentlich sind.

Extra-Tipp für unterwegs von scoyo-Redakteurin Anna: “Ich habe als Kind mit meiner Oma immer die Quersumme der Zahlen auf Autokennzeichnen ausgerechnet. Wir haben daraus einen richtigen Wettbewerb gemacht: Wer schneller war, hat gewonnen. So hat mir Mathe richtig Spaß gemacht.”

Tipp 5: Beim Basteln und Bauen spielerisch Mathe lernen

Planen, berechnen, messen – beim Basteln und Bauen erweitern Kinder spielerisch ihre mathematischen Kompetenzen – und auf einmal bekommt Mathe einen greifbaren Sinn: “Wenn ich das Holz richtig ausmesse, kann ich mir eine Wippe bauen.”

Basteln Sie gemeinsam an einem gemütlichen Sonntag oder nehmen Sie ein großes Projekt, wie den Bau eines Baumhauses, eines Kaninchenstalls oder eines Vogelhäuschens, in Angriff. (Mathematische) Erfahrungen, die Ihr Kind bei diesen kreativen Tätigkeiten sammelt, werden garantiert “hängen bleiben”.

Wird Schulstoff praktisch angewendet und mit allen Sinnen erforscht, verstehen wir ihn viel leichter! Schon beim Bauen von Lego-Türmen kann es “Klick” machen, wie dieses Beispiel der Montessori Schule Wiesbaden zeigt:

Bruchrechnen kann so einfach sein!
© Montessori Schule Wiesbaden

Auch wenn Lego im eigentlichen Sinne kein Montessori Material ist – hier nützt es hervorragend, um spielerisch Bruchrechnen zu lernen.

Tipp 6: Spannende Lern- und Fördermaterialien nutzen

Lebendige Mathematik, Mathe im Alltag, Mathespiele – wer den Buchhandel oder die Suchmaschinen nach diesen Schlagwörtern durchkämmt, stößt auf eine Vielzahl von Lern- und Fördermaterialien, mit denen Schüler spielerisch Mathe lernen können. Da wird das 1×1 gesungen, mit Zahlen geknobelt und gerätselt, was das Zeug hält.

Beliebte Kinderhelden, wie der kleine Drache Kokosnuss oder Bibi Blocksberg, begleiten jüngere Kinder auf ihrer Reise in die Welt der Zahlen und erklären den Mathe-Stoff auf spannende Art und Weise. Probieren Sie diese Hilfen ruhig aus. So können Sie die Mathematikkenntnisse Ihres Kindes spielerisch fördern – und frischen auch selbst noch einmal Grundlagen auf.

Ein paar Beispiele für spielerische Lernmaterialien:

Tipp 7: Mit Geld spielt man nicht, beim Mathelernen hilft’s aber

Mithilfe eines kleinen Taschengeldes können Kinder lernen, Münzen und Scheine auseinanderzuhalten und den Wert von Gegenständen einzuschätzen. Außerdem müssen sie darüber nachdenken, wie lange es dauert, bis sie sich etwas Kleines kaufen können.

Wichtig: konsequent bleiben! Keinen Vorschuss zahlen. Das Taschengeld sollte immer in der gleichen Höhe und immer am gleichen Tag ausgezahlt werden. Nur so lernen Kinder, zu kalkulieren, Prioritäten zu setzen und mit Geld umzugehen.

Tipp 8: Termine planen

Tragen Sie gemeinsam Geburtstage, Feste und wichtige Termine in einen Kalender ein. Dabei lernt Ihr Kind die Reihenfolge der Wochentage, Monate und Jahreszeiten und bekommt ein Gefühl für den Umgang mit der Zeit. Gemeinsam können Sie die Tage bis zu einem ersehnten Ereignis zählen oder überlegen, wie lange ein anderes Ereignis bereits zurück liegt.

Tipp 9: Spielerisch Mathe lernen mit der Uhrzeit

Nutzen Sie Uhrzeiten für Verabredungen mit Ihrem Kind. Besprechen Sie z. B., zu welcher Uhrzeit es zu Hause sein soll, und überlegen Sie gemeinsam, wie viel Zeit noch bis dahin ist. Kann Ihr Kind die Uhr noch nicht lesen, können Sie ihm erklären, wie die Zeiger stehen müssen, oder Sie nutzen Klebepunkte. 

Mit der Uhrzeit-App von Zahlenzorro können Kinder am Tablet oder Smartphone spielerisch lernen, mit der Uhr umzugehen. Die App gibt es für ca. 1 Euro im App Store oder im Google Play Store.

Tipp 10: Jeder rechnet anders

Versuchen Sie Ihrem Kind nicht Ihre eigene Rechenweise beizubringen, auch wenn Sie glauben, es könnte so einfacher rechnen. Sie finden, Ihr Kind rechnet umständlich? Dann fragen Sie es, warum es so rechnet. Es nützt Ihrem Sprössling viel mehr, wenn er seine Rechenweise selbst erklärt.

Übrigens: Forscher fanden heraus, dass Kinder, die Hausaufgaben oder Prüfungsvorbereitungen alleine bewältigen, in der Regel besser zurecht kommen, als wenn ihnen die Eltern helfen. 

Tipp 11: Weniger ist manchmal mehr

Auch wenn Sie nun Wege gefunden haben, mit denen Mathelernen spielerisch funktioniert, üben Sie nicht zu lange. Kleine Übungen sind manchmal mehr wert – besonders, wenn Ihr Kind gerade von der Schule nach Hause gekommen ist oder schon Hausaufgaben gemacht hat. Wir alle brauchen unsere Pausen. 

Größere Defizite: Was Sie dann tun können

Sollte Ihr Kind trotz aller Methoden und Hilfestellungen weit hinter seinen Klassenkameraden zurückliegen, zählt es auch noch in fortgeschrittenen Klassenstufen mit den Fingern und zeigt ein generelles Unverständnis für Zahlen, Mengen und Verhältnisse, könnte es sich um tieferliegende Schwierigkeiten handeln, die nicht durch spielerisches Mathelernen behoben werden können. Suchen Sie in diesem Fall zunächst Rat beim Klassenlehrer. Auch Nachhilfe könnte ggf. die richtige Wahl sein, um Wissenslücken zu schließen.
 

Schluss mit Schusselfehlern! Wie Kinder Flüchtigkeitsfehler vermeiden

Katharina Looks

Ohjeh..
© istock

Ein Buchstabe zu wenig oder zu viel, Plus anstatt Minus gerechnet – solche Schusselfehler passieren Kindern (und Erwachsenen) immer wieder. Ärgerlich! 7 Tipps, wie Kinder Flüchtigkeitsfehler in Zukunft vermeiden.

Jeder kennt sie, niemand mag sie – Flüchtigkeitsfehler! Egal wie oft man den eigenen Text liest, oft verstecken sie sich noch irgendwo, unsichtbar vor dem eigenen Auge – irgendwie kaum zu vermeiden, oder? Besonders ärgerlich: Man weiß es doch eigentlich besser und sie kosten wertvolle Punkte in der Klassenarbeit.

Warum machen wir Flüchtigkeitsfehler?

Schusselfehler haben rein gar nichts mit fehlender Intelligenz zu tun. Verschiedene Faktoren führen zur Fehleranhäufung:

  • Zeitdruck
    Oft sitzt uns die Zeit im Nacken. Vor allem in Klassenarbeiten oder Diktaten haben Schüler Angst, nicht genug Zeit zu haben und nicht mitzukommen. Und am Nachmittag zu Hause will der Nachwuchs natürlich so schnell wie möglich die Hausaufgaben hinter sich bringen. In solchen Situationen schreibt man schnell und unbedacht drauf los – da lassen sich Flüchtigkeitsfehler meist gar nicht vermeiden.
     
  • Leistungsdruck
    Heutzutage legen wir viel Wert auf gute Noten. Eltern wollen den besten Schulabschluss, die beste Ausbildung, die besten beruflichen Chancen für ihre Kinder. Unbewusst baut sich so Druck auf. Das stresst. Dieser Leistungsdruck ruft Schusselfehler hervor.
     
  • Konzentrationsschwierigkeiten
    Sind Zeit und Leistungsdruck nicht das Problem, ist häufig fehlende Konzentration der Grund für Schusselfehler. Toben die kleinen Geschwister um einen herum, läuft Musik oder ist man mit den Gedanken woanders, schleicht sich nämlich schnell der Fehlerteufel ein.

Flüchtigkeitsfehler vermeiden – so geht´s! 7 praktische Tipps

Unsere Tipps auf einen Blick:

1. Zeit richtig einteilen

Wer weiß, wie er seine Zeit richtig einteilt, ist gut gegen Zeitdruck gewappnet. Das können Kinder schon bei ihren Hausaufgaben üben. Am besten verschaffen sie sich zuerst einen Überblick über all ihre Aufgaben und stellen dann eine Reihenfolge auf, in der sie diese bearbeiten wollen. Ein Zeitlimit hilft, konzentrierter zu arbeiten, Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden und ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie lange sie für eine Aufgabe brauchen. Hinweis: In der Grundschule sollten die Hausaufgaben nicht länger als 30 bis 45 Minuten dauern. Überschreitet Ihr Kind diese Zeitvorgabe regelmäßig, wenden Sie sich am besten an die Schule.

2. Einfache Aufgaben zuerst lösen

Unser Tipp: In einer Klassenarbeit zuerst in Ruhe die Aufgaben lösen, die man am besten kann. Auf diese Weise sichern Schüler wichtige Punkte und bekommen das gute Gefühl, schon etwas geschafft zu haben – das senkt den Stresspegel deutlich. Den schwierigeren Aufgaben können sie sich dann in der restlichen Zeit widmen.

3. Keine Panik!

Leistungsdruck hemmt viele Schüler vor Klassenarbeiten und verursacht Prüfungsangst. Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es mehr ist als seine Noten und nehmen Sie ihm so den Druck von den Schultern. Entspannungsübungen helfen außerdem gegen schlotternde Knie vor einer Klassenarbeit. Ganz banal aber wichtig: positiv denken! Machen Sie sich vor einer Klassenarbeit keine Sorgen, wird Ihr Kind es sehr wahrscheinlich auch nicht tun.

4. Fehlerteufel finden und überlisten

Macht Ihr Kind immer wieder dieselben Flüchtigkeitsfehler, liegt möglicherweise ein spezifisches Problem vor. Wenn Sie dieses gemeinsam identifizieren, können Sie den Schusselfehlern gezielt entgegenwirken.

  • Papiertrick
    Verrutscht ein Kind beim Lesen ständig in der Zeile oder beim Rechnen zwischen den Aufgaben, hilft es, mit einem weißen Blatt Papier die Informationen abzudecken, die es gerade nicht braucht.
     
  • Bunte Rechenzeichen
    Manchmal rechnen Schüler plus, obwohl minus gefordert ist oder umgekehrt. In diesem Fall kann etwas Farbe helfen. Teilen Sie gemeinsam jeder Grundrechenart eine Farbe zu. Bevor Ihr Kind sich an seine Aufgaben macht, kann es alle Rechenzeichen farblich markieren und nimmt diese besser wahr. 
     
  • Konzentration auf häufige Fehler
    Wenn Ihr Kind weiß, welche Fehler es häufiger macht, sollte es beim Kontrollieren auch verstärkt auf diese Fehler achten. Zum Beispiel das fehlende i-Tüpfelchen oder die Groß- und Kleinschreibung. Zu Hause können Sie gemeinsam lustige Eselsbrücken und bunte Merkzettel dazu erstellen. Je öfter Ihr Kind sich mit diesen Fehlern ganz zwanglos auseinandersetzt, desto eher wird es diese Flüchtigkeitsfehler vermeiden.

Achtung Eltern: Nicht die eigene Erklärungsweise aufdrängen, sondern sich an die Schulmaterialien halten. Die Erklärungswege unterscheiden sich oft stark. Das führt nur zu Verwirrung. Alternativ kann ein Nachhilfelehrer oder eine Online-Lernplattform bei ausbleibenden Geistesblitzen helfen.

5. Tricks gegen “Fehlerblindheit”

Flüchtigkeitsfehler lassen sich leider nicht immer vermeiden. Umso wichtiger ist es, sie im Nachhinein zu entdecken. Leider kennen wir unseren eigenen Text meist so gut, dass unser Gehirn liest, was es will und die Schusselfehler übersieht. So geht das Korrekturlesen leichter:

  • Erst einmal tief durchatmen
    Bevor wir uns daran machen, etwas Korrektur zu lesen, sollten wir uns eine Pause gönnen. Kurz strecken, einen Schluck trinken, tief durchatmen – dann kann es weiter gehen. Der Kopf ist wieder frisch und bereit, auf Fehlersuche zu gehen.
     
  • Rückwärts lesen
    Um Wort für Wort auf Rechtschreibfehler zu untersuchen, kann man einen Text einfach rückwärts lesen. Dabei jedes einzelne Wort genau anschauen. Betrachten wir die Worte außerhalb des Satzzusammenhangs, überlisten wir unser Gehirn und nehmen Fehler wieder besser wahr. 
     
  • Mit den Lippen lesen
    Beim lauten Vorlesen können Schüler gut hören, ob Sätze stimmig klingen und vollständig sind. In einer Klassenarbeit macht Ihr Kind sich zwar keine Freunde, wenn es beginnt, laut zu lesen. Doch es reicht schon nur die Lippen zu bewegen, um Wörter und Sätze konzentrierter betrachten zu können.

6. Konzentration stärken

Ist fehlende Konzentration das Manko bei Ihrem Kind, können Sie gemeinsam ein paar spielerische Konzentrationsübungen ausprobieren, um Flüchtigkeitsfehler zu vermeiden.

Lassen Sie Ihr Kind zum Beispiel einen Raum genau angucken, den es danach verlässt. Verändern Sie anschließend ein paar Gegenstände. Jetzt darf Ihr Sprössling auf Fehlersuche gehen. Tipp: Verändern Sie ein paar auffällige und ein paar weniger auffällige Details. Dann macht das Ganze noch mehr Spaß und ist gleichzeitig herausfordernd.

7. Fit und stark im Schulalltag

Besonders anfällig für Schusselfehler sind Kinder, wenn sie müde oder hungrig sind. An Konzentration ist dann gar nicht zu denken. Achten Sie auf eine ordentliche Mütze voll Schlaf und ein reichhaltiges Frühstück, damit Ihr Kind gut gestärkt in die Schule kommt. Für genug Power am Nachmittag sorgt ein gesunder Pausensnack. Nach der Schule sollte sich Ihr Kind auch erst einmal eine Pause und eine Stärkung gönnen, bevor es sich an die Hausaufgaben setzt. Auch so können Flüchtigkeitsfehler vermieden werden.

Meditation für Kinder: Lebensfreude und Lernerfolg

Katharina Looks

Meditation für Kinder
© liderina/fotolia.com

Meditation für Kinder? Na klar! Auch für die Kleinen ist Meditation ein wunderbarer Helfer im Alltag. Ob Konzentration oder Empathie, wir zeigen, wie Meditation Ihr Kind unterstützt – in der Schule und ganz persönlich.

Ein Gastbeitrag von 7Mind.

Für Kinder steckt das Leben voller Herausforderungen. Egal ob in der Schule oder Zuhause – täglich wirken ununterbrochen neue Bilder, Geräusche und Informationen auf sie ein. Das ist zwar aufregend, aber auch ganz schön anstrengend. Und während so viel in der Außenwelt geschieht, passiert mindestens genauso viel in der Innenwelt Ihres Kindes. Während sich die Psyche und der Körper in jungen Jahren täglich weiterentwickelt, erleben Kinder jeden Tag neue emotionale und soziale Herausforderungen, mit denen sie besonders in der Schule konfrontiert werden. 

In dieser spannenden Phase des Lebens ist es besonders wertvoll, wenn Kinder lernen, sich selbst und die Welt achtsamer wahrzunehmen, um sich in schwierigen Situationen selbst helfen zu können. Meditation ist dabei eine tolle Unterstützung, denn sie stärkt die Konzentrationsfähigkeit, steigert das Selbstbewusstsein und fördert die Selbstregulation im Umgang mit Gefühlen. Zudem bringt Meditation grundlegende soziale Fähigkeiten, wie zum Beispiel Empathie, noch besser zur Entfaltung. Das schafft Lebensfreude und Lernerfolg!

Inhalt dieses Artikels:

Bessere Konzentration beim Lernen durch gezielte Übungen

Mal knurrt der Magen, mal tuschelt der Banknachbar, mal kommen Stimmen durch das Fenster und mal sind die Gedanken schon bei der Lieblingsserie am Nachmittag – für Ihr Kind steckt der Alltag voller Ablenkungen. Ob in der Schule oder Zuhause, Ihr Kind ist immer wieder mit äußerlichen und innerlichen Ablenkungen konfrontiert, die es ihm schwer machen, die Aufmerksamkeit dort zu halten, wo es gerade wichtig ist. In der Schule sind vor allem die Lehrer dafür verantwortlich, äußerliche Störfaktoren auszuschalten. Zu Hause können Eltern für eine ruhige Umgebung sorgen, wenn die Kinder lernen oder Hausaufgaben machen. Schwieriger wird es, wenn den Kindern störende Gedanken oder Gefühle im Weg stehen und die Konzentrationsfähigkeit beeinflussen.

Gerade für Schule und Hausaufgaben ist es wichtig, sich über einen längeren Zeitraum fokussieren zu können. Meditation ist dafür der ideale Helfer, denn sie schult die Fähigkeit, die Konzentration auf das zu richten, was im Hier und Jetzt passiert. Außerdem lehrt sie einen gelassenen Umgang mit störenden Gedanken und äußerlichen Ablenkungen. Ein wichtiger Helfer ist dabei der Atem. Durch das spielerische Erlernen einer bewussten Atmung gibt der 7Mind Kids-Kurs Ihrem Kind einen praktischen Alltagshelfer an die Hand, um den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen. Das schult langfristig die Konzentration und schafft die geistige Klarheit, um neue Dinge zu erlernen, zu verarbeiten und umzusetzen. So lassen sich beispielsweise auch Flüchtigkeitsfehler in der Klassenarbeit besser vermeiden.

Keine Prüfungsangst mehr – so bekommen Kinder ihre Gefühle in den Griff

Ganz bei sich: Seinen Körper und die eigenen Gefühle wahrzunehmen hilft dabei, Stress, Aufregung, Ärger und Co. besser zu bewältigen
© Annie Spratt/Unsplash.com

Die eigenen Gefühle zu verstehen, zu regulieren und zu kommunizieren, ist schon für Erwachsene schwierig. Für Kinder ist es eine echte Herausforderung. Denn in dieser Lebensphase finden viele psychische und physische Entwicklungen erst statt, und im Alltag kommen ständig neue emotionale und soziale Situationen auf Ihr Kind zu. Diese vielen Impulse können leicht einmal etwas Gefühlschaos verursachen. Deshalb ist es für Ihr Kind wichtig, die eigenen Gefühle besser zu verstehen und zu regulieren. Hierzu leistet die regelmäßige innere Einkehr durch Meditation einen wichtigen Beitrag.

Denn wer meditiert, lernt zunächst einmal, die eigenen Gefühle und Emotionen besser wahrzunehmen und einzuordnen. Das schafft emotionale Klarheit und ermöglicht es Kindern, besser zu kommunizieren, was sie beschäftigt. Zudem hilft regelmäßige Meditation dabei, mehr Abstand zum eigenen Gefühlsleben zu gewinnen. Dieser Abstand hilft, den Gefühlen nicht unbedacht nachzugehen, sondern Raum zu schaffen – für Reflektion und eine achtsame Reaktion. So lernt Ihr Kind, ein negatives Gefühl als etwas hinzunehmen, das kommt, aber auch wieder geht. Damit bringt regelmäßige Meditation mehr Gelassenheit in den Gefühlshaushalt Ihres Kindes, wovon natürlich auch Mitschüler und Familie profitieren.

Die Fähigkeit zur emotionalen Selbstregulation wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden Ihres Kindes aus, sondern auch auf den Schulerfolg. Negative Gefühle, wie Ärger und Trauer, können beeinflussen, wie motiviert und konzentriert Ihr Kind ist. Einen noch größeren Einfluss können Prüfungs- und Versagensängste haben. Meditation erleichtert den Umgang mit diesen schwierigen Emotionen und stärkt die Konzentration.

Weniger Mobbing durch Achtsamkeitstraining

Die eigenen Gefühle und Emotionen im Griff zu haben, ist auch ein wichtiger Faktor für die sozialen Fähigkeiten Ihres Kindes. Wie eine aktuelle PISA-Studie der OECD zeigt, sind diese Fähigkeiten elementar wichtig, denn mittlerweile soll jeder sechste 15-jährige Schüler in Deutschland regelmäßig zum Opfer von Mobbing werden. Soziale Ausgrenzung an Schulen ist ein wichtiges Thema, denn sie wirkt sich nicht nur negativ auf das Klassenklima und die Schulleistung aus, sondern ist für betroffene Kinder enorm belastend.

Natürlich ist Meditation kein universelles Heilmittel gegen Mobbing, dazu ist soziale Ausgrenzung zu komplex. Doch Meditation stärkt die emotionale Intelligenz Ihres Kindes und fördert soziale Fähigkeiten wie Empathie und Mitgefühl, die beide eine wichtige Basis für ein gutes Miteinander bilden. Studien zeigen, dass sich Achtsamkeitstraining auch positiv auf die Akzeptanz und Popularität von Schülern auswirkt. Mit Meditation können Sie wichtige soziale Fähigkeiten Ihres Kindes weiter fördern, damit der Umgang mit Freunden, Mitschülern und anderen Kindern einfacher und achtsamer wird.

Egal, ob die Konzentrationsfähigkeit Ihres Kindes Verbesserung bedarf, Ihr Kind noch lernen muss, besser mit seinen Gefühlen und Emotionen umzugehen oder Sie die sozialen Fähigkeiten Ihres Kindes unterstützen wollen – Meditation kann dabei helfen. Auf sanfte und achtsame Art unterstützt Achtsamkeitstraining Ihr Kind in seinem Alltag, um die täglichen Herausforderungen mit mehr Selbstbewusstsein und Freude zu meistern. So machen Schule und Leben Spaß!

Meditationsanleitung für Kinder

7Mind, die Meditations-App für Groß und Klein, hat eine Anleitung für Kinder in der Rubrik “7Mind Kids” veröffentlicht. Lassen Sie Ihr Kind doch einmal reinschauen:

Die Meditationen wurden von Achtsamkeitsexpertin Vera Kaltwasser konzipiert und sind für Kinder und Jugendliche im Alter von etwa 8-12 Jahren geeignet.

Entspannt durch den Alltag mit der Meditations-App 7Mind

Beim Einschlafen, längerem Warten oder um im Alltag ein bisschen zur Ruhe zu kommen, ist Meditation ein gutes Mittel. Gerade für Meditations-Anfänger ist hierfür die 7Mind-App geeignet, die Schritt für Schritt in die Meditation leiten. Im kostenlosen Grundlagenkurs lernen Nutzer in 7×7 Minuten einfach durchzuführende Meditationstechniken. 7Mind+ bietet darüber hinaus Kurse mit speziellen Themenvertiefungen, wie Schlaf, Konzentration und Glück, die der Nutzer einzeln kaufen oder durch ein Abo freischalten kann.

Über 7Mind

Ruhige Momente in den Alltag zu integrieren, ist oft nicht leicht. Deshalb bietet 7Mind den einfachsten Einstieg in Meditation und Achtsamkeit, der sich finden lässt: Mit ihrer Meditations-App wollen sie möglichst vielen Menschen dabei helfen, mehr Achtsamkeit und Gelassenheit in ihr Leben zu bringen. 7Mind führt die Nutzer Schritt für Schritt durch erste Meditationen und hilft mit individuellen Tipps und kleinen Erinnerungen jedem dabei, seine ganz persönliche Meditationsroutine zu etablieren. Dabei legt 7Mind bei allem, was sie tun, Wert auf wissenschaftliche Fundiertheit. Alle Meditationen werden von erfahrenen Lehrern konzipiert, allen voran Paul Kohtes. Zusätzlich arbeiten sie eng mit Wissenschaftlern wie dem Mind-Body-Mediziner Prof. Dr. Tobias Esch zusammen.